Funkhaus Wallrafplatz, Wallrafplatz, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1953)
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Heinrich Hecker Heinrich Hecker
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Album: Kunstschmiedearbeiten

Kunstschmiedearbeiten : Funkhaus Wallrafplatz

Wallrafplatz (50667 Altstadt-Nord)

Ferdinand Franz Wallraf ist eine der berühmtesten und einflussreichsten Persönlichkeiten in der Kölner Stadtgeschichte. Der 1748 geborene Wallraf  kann als Universalgenie bezeichnet werden. Neben der Theologie und Mathematik besaß er auch Professuren in der Botanik und Rhetorik. Mit 44 Jahren wurde er Priester und später Kanoniker an St. Maria im Kapitol und St. Aposteln. Vor der Schließung der Universität durch die französische Besatzer war er ihr letzter Rektor.

Wallraf war auch ein Sammler, dessen Augenmerk Allem galt, was für die Kölner Geschichte von Belang war. Seine stetig anwachsende Sammlung bildete die Grundlage für die Kunstmuseen Kölns.

Der nach ihm benannte Platz entstand 1830, sieben Jahre nach Wallrafs Tod und war eher ein Zufallsprodukt. Nachdem alte Gebäude abgerissen worden waren, um Platz für einen Neubau zu schaffen, fiel die nun freie Ansicht auf den Dom positiv auf. Die Pläne für den Neubau wurden fallen gelassen und die Bürger der Stadt bestimmten ihn zum "Wallraf`s-Platz". Heute findet sich auf dem Platz ein Denkmal für Kölns ersten Ehrenbürger und dahinter das Museum für Angewandte Kunst.


Originale Bildbeschreibung: „Fenster und Haupteingang in Stahl und eloxiertem Leichtmetall Pfeilerverkleidungen in Bronzeblech“ NWDR Köln (Funkhaus Wallrafplatz) NWDR-Nordwestdeutscher Rundfunk war die Rundfunkanstalt in der englischen Besatzungszone. Der NWDR deckte mit seinen Sendungen die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg ab. Ab 1956 wurde die große Sendeanstalt in zwei neue Anstalten aufgeteilt den Westdeutschen Rundfunk WDR und den Norddeutschen Rundfunk NDR

Weitere Fotos aus dem Album "Kunstschmiedearbeiten"


Der Kunstschmied Heinrich Hecker betrieb seit 1914 eine große und renommierte Kunstschmiedewerkstatt. Seine Werkstatt befand sich in Köln Sülz. In Köln und im Umland schuf er mit seinen Mitarbeitern verschiedenste Metallbauarbeiten sowie eine große Zahl von Fenster- und Türanlagen für öffentliche Gebäude und private Bauherren. In einer Werbebroschüre aus den frühen 50er Jahren hat er einige seiner Arbeiten musterhaft vorgestellt. (Die in der Werbeschrift vorhandenen Aufnahmen sind für den Druck gerastert worden, so dass die Abbildungsqualität nach Scan und Bearbeitung leider nicht optimal ist.) Hecker stammte aus einer künstlerisch vorbelasteten Familie. Sein Bruder, Peter Hecker (1884-1971), war ein bekannter Maler, der vor Allem für seine Ausmalung von Kirchen bis heute bekannt ist. Eine Schwester Heckers war mit dem Maler Heinrich Windelschmidt (1884-1963) verheiratet. Hecker arbeitete mit bekannten Architekten zusammen. Er verweist auf Entwürfe von Clemens Klotz, Hein Nöcker, Wilhelm Riphahn und dem Dombaumeister Willy Weyres. Und er macht darauf aufmerksam, dass die meisten der Fotografien seiner Werke, die in den Kriegswirren zum großen Teil verloren gingen, vom bekannten Kölner Fotografen Hugo Schmölz gefertigt wurden. Einige wenige seiner Arbeiten haben die Zeiten überdauert. Beispielhaft sind zu nennen: die Türen, Portale und Fenster der Gerling Bauten in Köln, Innen- und Außenarbeiten am Funkhaus Wallrafplatz, Fenster und Türanlagen am Bundeshaus in Bonn Von einigen Arbeiten werden aktuelle Vergleichsaufnahmen vorgestellt: ein Gitter zwischen Vorraum und Dekagon in St. Gereon, ein zweiflügeliges Eingangsportal an einem Bürohaus auf dem Kaiser Wilhelm Ring und diverse Beispiele an den Gerling Bauten Die Abbildungen und weitere Informationen hat eine Enkelin von Heinrich Hecker zur Verfügung gestellt