Freitreppe in einem Pelzgeschäft, Schildergasse, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1953)
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Heinrich Hecker Heinrich Hecker
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Album: Kunstschmiedearbeiten

Kunstschmiedearbeiten : Freitreppe in einem Pelzgeschäft

Schildergasse (50667 Altstadt-Nord)

Der Name leitet sich von den Wappenschildmalern ab, die in dieser Strasse ihr Quatier bezogen hatten. Sie waren für das Aussehen der Schilder der Familienwappen verantwortlich, die dann von Blechschlägern, die praktischerweise auch in der Straße lebten, hergestellt wurden.

Neben Gotteshäusern wurden hier in der Vergangenheit unter  anderem auch ein Polizeipäsidium, ein Gefängnis und, das zur seiner Zeit überaus berühmte,  Deutsche Kaffehaus von Franz Stollwerck erbaut. Alle diese Gebäude existieren heute nicht mehr.

Die Schildergasse ist zudem eine beliebte Einskaufsstraße und Bühne für, mehr oder weniger begabte, Straßenkünstler aller Art.


Originale Bildbeschreibung: „Stahlabgewickelte Treppe mit Leichtmetallverkleidung, Wangen und Geländer goldeloxiert“ Pelzhaus „Herbst“ Köln Der repräsentative, freitragende Treppenaufgang zeigt typische Gestaltungsmerkmale der 50er Jahre: geschwungene Formen und leichte, Material sparende Metallkonstruktionen.

Weitere Fotos aus dem Album "Kunstschmiedearbeiten"


Der Kunstschmied Heinrich Hecker betrieb seit 1914 eine große und renommierte Kunstschmiedewerkstatt. Seine Werkstatt befand sich in Köln Sülz. In Köln und im Umland schuf er mit seinen Mitarbeitern verschiedenste Metallbauarbeiten sowie eine große Zahl von Fenster- und Türanlagen für öffentliche Gebäude und private Bauherren. In einer Werbebroschüre aus den frühen 50er Jahren hat er einige seiner Arbeiten musterhaft vorgestellt. (Die in der Werbeschrift vorhandenen Aufnahmen sind für den Druck gerastert worden, so dass die Abbildungsqualität nach Scan und Bearbeitung leider nicht optimal ist.) Hecker stammte aus einer künstlerisch vorbelasteten Familie. Sein Bruder, Peter Hecker (1884-1971), war ein bekannter Maler, der vor Allem für seine Ausmalung von Kirchen bis heute bekannt ist. Eine Schwester Heckers war mit dem Maler Heinrich Windelschmidt (1884-1963) verheiratet. Hecker arbeitete mit bekannten Architekten zusammen. Er verweist auf Entwürfe von Clemens Klotz, Hein Nöcker, Wilhelm Riphahn und dem Dombaumeister Willy Weyres. Und er macht darauf aufmerksam, dass die meisten der Fotografien seiner Werke, die in den Kriegswirren zum großen Teil verloren gingen, vom bekannten Kölner Fotografen Hugo Schmölz gefertigt wurden. Einige wenige seiner Arbeiten haben die Zeiten überdauert. Beispielhaft sind zu nennen: die Türen, Portale und Fenster der Gerling Bauten in Köln, Innen- und Außenarbeiten am Funkhaus Wallrafplatz, Fenster und Türanlagen am Bundeshaus in Bonn Von einigen Arbeiten werden aktuelle Vergleichsaufnahmen vorgestellt: ein Gitter zwischen Vorraum und Dekagon in St. Gereon, ein zweiflügeliges Eingangsportal an einem Bürohaus auf dem Kaiser Wilhelm Ring und diverse Beispiele an den Gerling Bauten Die Abbildungen und weitere Informationen hat eine Enkelin von Heinrich Hecker zur Verfügung gestellt