Einsetzen des Mittelstücks in die Hohenzollernbrücke, Hohenzollernbrücke, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1948)

1948 Bau und Wiedereröffnung der Hohenzollernbrücke : Einsetzen des Mittelstücks in die Hohenzollernbrücke

Hohenzollernbrücke (50667 Altstadt-Nord)

Die heutige Eisenbahn- und Fußgängerbrücke ersetzte 1911 die damalige Dombrücke, wegen des kastenartigen Aussehens auch Mausefalle genannt. Architekt Franz Schwechtem errichtete die prägnanten Brückenköpfe als neoromanische Wehrbauten. Nach weitgehender Zerstörung 1945 erfolgte der Wiederaufbau der Hohenzollernbrücke nach Kriegsende bis 1959. Die Brückentürme wurden 1958 entfernt. Eine Erweiterung schaffte 1985 Platz für ein drittes Gleispaar.

Die Brücke ist nach den Kaisern der Hohenzollern-Familie genannt. An beiden Enden der Brücke stehen jeweils zwei Reiterdenkmäler. Rechtsrheinisch steht ein Denkmal für Friedrich Wilhelm IV von Preußen und Kaiser Wilhelm I. Auf der linken Rheinseite steht das Denkmal von Kaiser Friedich III und Kaiser Wilhelm II.

Heute ist die Hohenzollernbrücke die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Europas und verbindet den Hauptbahnhof mit dem Deutzer Bahnhof.


Vom Messeturm fotografiert.

Weitere Fotos aus dem Album "1948 Bau und Wiedereröffnung der Hohenzollernbrücke"


Die Hohenzollernbrücke wurde am 6. März 1945 durch die deutsche Wehrmacht gesprengt, um die amerikanischen Truppen am Vorrücken über den Rhein zu hindern. Die Brückenbögen an den Ufern wurden dabei nur gering beschädigt. Man hob zunächst auf der Deutzer Seite und auf der Kölner Seite einen der Bögen an und lagerte sie auf provisorischen Pfeilern im Rhein. Die Lücke überbrückte man mit einer Brücke aus Stahlfertigteilen, sog. SKR-Gerät (Schaper-Krupp-Reichsbahn) So konnte die Brücke schon 1948 die Brücke wieder für den Eisenbahnverkehr freigegeben werden, zunächst mit nur 2 Gleisen und Gehwegen links und rechts.

Walter Dick hat die Feierlichkeiten am 8. Mai 1948 fotografiert und gibt uns heute einen Eindruck vom damaligen Geschehen. Die Bilder zeigen die Würdenträger der Stadt, feierliche Reden sowie den ersten Zug, der die neue Brücke überquert. Für Eisenbahnfreunde sicher ein besonderes Highlight.

In einem nächsten Schritt wurden bis 1952 die beiden restlichen uferseitigen Bögen angehoben, die Strompfeiler erneuert und schließlich die provisorische Überbrückung des Stroms durch einen Bogen in ursprünglicher Form ersetzt. Der letzte Bauabschnitt erfolgte zwischen 1985 und 1990, diesmal als Neubau, mit der Errichtung der dritten Brücke an der Nordseite des Bauwerks.

Die Hohenzollernbrücke besteht somit wieder aus drei Bogenreihen, so wie vor der Zerstörung. Allerdings ist der südliche Straßenteil nicht wieder aufgebaut worden und über die dritte Bogenreihe führen die Gleise der S-Bahn.