Ein umgebauter moderner Gelenktriebwagen am Eigelsteintor. (1958), Eigelstein, 50668 Köln - Altstadt-Nord (1958)

KVB und Bahnen der Stadt Köln im Wandel der Zeit : Ein umgebauter moderner Gelenktriebwagen am Eigelsteintor. (1958)

Eigelstein (50668 Altstadt-Nord)

Der Eigelstein verbindet die Turiner Str. mit dem Ebertplatz. Wahrzeichen der Straße ist die Eigelsteintorburg, ein Überbleibsel der einstigen Stadtmauer. Der Namensteil "Eigel" leitet sich vom lateinischen "aquila" (=Adler) ab und ist ein Verweis auf die römischen Wurzeln Kölns. Über den heutigen EIgelstein marschierten die römischen Legionen bei ihren Verlagerungen zwischen Köln und dem Niederrhein (Neuss und Xanten). Vom Eigelstein zweigt das Sträßchen "Im Stavenhof" ab, das früher ein berüchtigtes Rotlichtviertel war.


Da das Verkehrsaufkommen in den 50er Jahren rapide zunahm, sahen sich die KVB gezwungen, nach kurzfristig realisierbaren Lösungen zu suchen, um die Kapazitätsengpässe so gering wie möglich zu halten. Aufgrund guter Erfahrungen bei Testfahrzeugen wurden die Anfangs zweiachsigen Neubaubahnen zu einem zweiteiligen Gelenkzug verlängert. Hier der TW 3518 als Sonderzug anlässlich eines VDV Treffens am 19. Juli 1958, zu einer Zeit, als noch Straßenbahnen rund um die Eigelsteintorburg fuhren, weil dort seit Kriegsende die Endstation war. Foto: P. Böhm / Slg. W. Schreck

Weitere Fotos aus dem Album "KVB und Bahnen der Stadt Köln im Wandel der Zeit"


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koelner51109  sagt:

Auch die Geschichte der T 33 (3501-3526) und der T 36 (3427-3476) zeigt die Irrungen und Wirrungen der KVB-Wagenbeschaffung in der Zeit vor 1963. Die 26 Züge der Serie T 33 wurden als vierachsige Gelenkwagen geliefert, die 50 Züge der Serie T 33 waren Umbauten der erst 2-4 Jahre im Einsatz befindlichen 2-Achs-TW der Serie T 32. Sie erhielten neu konstruierte Nachläufer. Die vordere Wagenhälfte beider Serien hatte Untergestelle aus Altwagenteilen. Die Motoren waren aufgearbeitet worden, ebenso die Fahrgestelle und Radsätze. Der im Bild gezeigte 3518 ist kein Umbau aus einem Zweiachser, sondern ein als vierachsiger Gelenkwagen gelieferter Neubau. Beide Serien schieden nach nur rd. 10 Jahren wieder als dem Betriebsdienst aus. Sie waren zu langsam und mit 2,35 m auch zu schmal für U-Bahn-Linien.

Geschrieben: vor fast 4 Jahre