Eigelsteintor 1906, Eigelstein, 50668 Köln - Altstadt-Nord (1906)
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Eigelsteintor 1906

Eigelstein (50668 Altstadt-Nord)

Der Eigelstein verbindet die Turiner Str. mit dem Ebertplatz. Wahrzeichen der Straße ist die Eigelsteintorburg, ein Überbleibsel der einstigen Stadtmauer. Der Namensteil "Eigel" leitet sich vom lateinischen "aquila" (=Adler) ab und ist ein Verweis auf die römischen Wurzeln Kölns. Über den heutigen EIgelstein marschierten die römischen Legionen bei ihren Verlagerungen zwischen Köln und dem Niederrhein (Neuss und Xanten). Vom Eigelstein zweigt das Sträßchen "Im Stavenhof" ab, das früher ein berüchtigtes Rotlichtviertel war.


Sowohl auf dem Foto als auch auf dem Luftbild erkennt man, wie die beiden Halbtürmevor der eigentliche Tordurchfaht vorstehen und diese zur besseren Verteidigung links und rechts flankieren. Auf dem Foto ist außerdem die dazwischenliegende hölzerne Galerie, das sogenannte "Überzimmer" zu erkennen, das der Beobachtung des Vorfeldes diente und der Attacke von oben auf Feinde, die das Tor angriffen.

Den Sockel bis zur Höhe des Tors bilden Basaltsteine, während die Aufbauten darüber aus Tuffstein errichtet wurden. Der härtere Basalt konnte Attacken deutlich mehr Widerstand entgegensetzen.

Bemerkenswert ist die logistische Leistung der damaligen Zeit. Der Basalt für die gesamte Mauer ist erst im Süden Kölns etwa im Siebengebirge(ca. 30-40 km entfernt) zu finden, während der Tuffstein erst in der Gegend des Neuwieder Beckens (ca. 70 bis 80 km entfernt) zu finden ist. Jeder einzelne Stein der Stadtmauer musste aus diesen Entfernungen mit Schig´ffen nach Köln gebracht und dann mit Fuhrwerken an die Baustellen gefahren werden.

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