Dombauhütte, Roncalliplatz, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1880)
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Harald Gerhards Harald Gerhards
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Album: Der Dom zu Köln vor 1900

Der Dom zu Köln vor 1900 : Dombauhütte

Roncalliplatz (50667 Altstadt-Nord)

Der Roncalliplatz verbindet das Domkloster mit der Straße Am Hof (Altstadt-Nord). Namensgebend ist Papst Johannes XXIII. (*1881, + 1963), dessen bürgerlicher Name Angelo Giuseppe Roncalli lautete. Er wurde am 3.9.2000 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

Der Roncalliplatz wurde im Rahmen der Neugestaltung des Domumfeldes eingerichtet und ist 5875 m² groß. Der von Bernhard Paul (*1947) und André Heller (*1947) gegründete Zirkus entlehnte ebenfalls den Namen Roncalli. Die größten Sehenswürdigkeiten am Roncalliplatz sind der Kölner Dom sowie das Römisch-Germanische-Museum. Das Südportal des Doms öffnet sich zum Roncalli-Platz. Das traditionsreiche Dom-Hotel befindet sich an der Westseite des Platzes.


Stiche aus einer Grafiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards. Grundsteinlegung des Domes war am 15.August 1248 durch Erzbischof Konrad von Hochstaden. Bis zum Jahre 1560 wurde der Bau zur Hälfte, incl. Chor fertig. Dann ruhten die Arbeiten 263 Jahre. 1842 legte dann der preußische König Friedrich Wilhelm der IV. und der spätere Kardinal von Geissel den Grundstein für den Weiterbau. Am 13.8.1848 feierten die Kölner den 600. Jahrestag der Grundsteinlegung. 1863 konnte man das gesamte Innere in Benutzung nehmen. Der Domkran, das jahrelange " Wahrzeichen " der Stadt wird 1868 abgerissen. Am 15. Oktober 1880 wurde die Fassade mit der Aufsetzung der Kreuzblume auf den 157 m hohen Südturm vollendet. Damit entstand die drittgrößte Kirche der Welt. Die Vollendung wird in Gegenwart des Kaisers mit einem historischen Festzug am 15.10.1880 gefeiert. Unterkunft für die Steinmetze, Zimmerleute, und sonstige Handwerker, die für den damaligen Weiterbau und die heutige Erhaltung des Domes beschäftigt waren. Urkundlich erstmals 1248 erwähnt. Aufgrund eines Gutachtens von Schinkel befahl der damalige König 1823 das Vorhandene zu erhalten. In diesem Jahre wurde mit den Restaurationsarbeiten unter Leitung des Bauinspektors Ahlert begonnen, anfangs schwach, aber seit 1825 verstärkt. Nach Ahlerts Tod wurde 1833 der Landbaumeister Zwirner mit der Leitung der Dom Arbeiten beauftragt. Große Aufgaben kamen auf Zwirner zu. Ihm gelang es eine Bauhütte zu gründen. Hier wurden namhafte Kräfte wie Vincenz Statz, Friedrich Schmidt und Franz Schmitz gebildet. 1840 kam der Gedanke, einen Dombauverein zu gründen. Am 8. Dezember 1841 erhielt der Verein die Genehmigung des Königs. Am 4. September 1842 wurde dann der Grundstein für den Weiterbau des Domes gelegt. Nach dem Tode von Zwirner 1861 übernahm Regierungsrat Voigtel die Leitung. Viele Mittel flossen aus der 1863 genehmigte Dombaulotterie.. Das Hüttengebäude wurde nach Fertigstellung des Domes abgebrochen. Heute liegt die Hütte im Untergeschoss an der Westseite des Domes. Holzstich aus einer Tageszeitung um 1880

Weitere Fotos aus dem Album "Der Dom zu Köln vor 1900"