Detail eines Dachaufbaus, Hohe Str. 85-87, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1886)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Architektur des 20. Jahrhunderts

Detail eines Dachaufbaus - Architektur des 20. Jahrhunderts

Hohe Str. 85-87 (50667 Altstadt-Nord)

Im römischen Köln hatte die Hohe Straße die Stellung der Hauptstraße inne, was bedeutete, dass sie in dieser Zeit die einzige durchgehend gepflasterte Straße Kölns war. Ihren aktuellen Namen erbte die Straße aus der Besatzungszeit der Franzosen, die all die verschiedenen Teilnamen der einzelnen Abschnitte unter "Rue Haute" zusammenfassten.

Schon immer war die Straße ein wichtiger Bestandteil der Stadt. Viele einflußreiche Bürger besaßen hier ihre Häuser. Heute ist sie vor allem eine beliebte Einkaufsstraße, die auch von Touristen aus aller Welt zum "shoppen" genutzt wird. Von der Domplatte gelangt man auf ihr schnellen Schrittes zur Schildergasse, die einen inmitten der konsumfreudigen Mitmenschen zum Neumarkt führen kann.


Das französische Wort "lucarne" bezeichnet ein Dachfenster aber auch eine Dachgaube. Hier sieht man einen Ziergiebel mit historisierenden Elementen des Neo-Barock und der Neo-Renaissance. Das Bild verdeutlicht, mit welch hohem Aufwand Fassaden und Dachaufbauten gestaltet wurden. Neben dem Ziergiebel erkennt man ein Dachfenster mit einem geschweiften Dach. Der Dachfirst wird durch ein zierliches Gitter abgeschlossen, in das der Name des Besitzers E. Kays(er) (?) eingearbeitet ist.

Weitere Fotos aus dem Album "Architektur des 20. Jahrhunderts"


Auf großen Tafeln (ca. 28 X 36 cm) veröffentlichte die Zeitschrift:

Architektur des XX. Jahrhunderts
Zeitschrift für moderne Baukunst

Herausgegeben von Prof. Hugo Isicht
Verlag von Ch. Claesen und Cie, Berlin

 in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg Fotografien, Pläne und Beschreibungen von modernen Häusern aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Bilderbuch Köln ist es gelungen, davon 60 Kölner Blätter mit Heliogravüren (oft auch Lichtdrucke genannt), einer zeitgenössischen Technik zur exakten Wiedergabe von Fotografien, vorstellen zu können.

Die Abbildungen verschaffen besonders in der Vergrößerung einen anschaulichen, fast gestochen scharfen Anblick von Kölner Gebäuden aus dieser Zeit.