Der Bundespräsident und seine Gattin, An der Rechtschule, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1963)
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Walter Dick Walter Dick
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Album: Thailand-Ausstellung

Thailand-Ausstellung : Der Bundespräsident und seine Gattin

An der Rechtschule (50667 Altstadt-Nord)


Das Wallraf-Richartz-Museum war vom 5. 2. 1963 bis 15. 4. 1963 Ausstellungsort für die Schau "Schätze aus Thailand"- Kunst eines buddhistischen Königreiches. Anlass war das 100 jährige Jubiläum der  Aufnahme amtlicher Beziehungen zwischen Thailand und Deutschland (wahrscheinlich Preussen oder der Norddeutsche Bund, das Deutsche Reich gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht.)

Bundespräsident Heinrich Lübke eröffnete die Ausstellung "Schätze aus Thailand", die die  erste geschlossene Schau thailändischer Kunst in Europa darstellte.

In ca. 400 Gegenständen vom sechsten bis zum 20. Jhdt. wurde die Kunst des süd-ost-asiatischen Königreichs vorgestellt. Einige Gegenstände stammten aus dem Besitz des Königs Bumiphol (der übrigens bis heute das Land regiert), der auch der Schirmherr der Ausstellung war.

Heinrich Lübke (1894-1972), der zusammen mit dem Oberbürgermeister Theo Burauen die Ausstellung eröffnete, war von 1959 bis 1969 der zweite Bundespräsident der Bundesrepublik. Er war seit 1953 Bundeslandwirtschaftminister. Dass er, ein Fachmann für Agrarwirtschaft, in das höchste Amt gewählt wurde, war das Ergebnis eines unschönen Machtpokers zwischen Konrad Adenauer, der das Amt zunächst selbst anstrebte und seinem WirtschaftsministerLudwig Erhardt. Als Adenauer bemerkte, dass das angestrebte Amt ihm nur wenig politische Macht belassen würde und dass die CDU wohl Erhardt zu seinem Nachfolger als Kanzler berufen würde, zog er seine Kandidatur zurück. Lübke war so schon von Anfang an nur das, was man gemeinhin als zweite Wahl bezeichnet. Er agierte wenig souverän und hölzern und war schon bals Zielscheibe des Spotts für Journalisten und Satiriker. Sein Gesundheitszustand hätte eigentlich eine zweite Amtszeit nicht mer erlaubt, aber er wurde 1964 nochmals gewählt. Lübke legte sein Amt einige Monate vor Ende seiner Amtszeit im Frühjahr 1969 nieder, offiziell, um die zeitliche Nähe zwischen der im September 1969 anstehenden bundestagswahl und der Neuwahl eine Bundespräsidenten zu vermeiden.

Sein Nachfolger im Amt war Gustav Heinemann (1899-1976).

Die Ausstellung fiel 1963 in die Amtszeit von Prof. Willy Fröhlich, der von 1961 bis 1971 das Rautenstrauch Joest Museum leitete. Dieses Museum war der federführende Veranstalter der Thailand Ausstellung. Prof. Fröhlich führte die hohen Gäste durch die Ausstellung.

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