Das neue Opernhaus, Offenbachplatz, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1958)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: 50er und 60er Jahre

50er und 60er Jahre : Das neue Opernhaus

Offenbachplatz (50667 Altstadt-Nord)

Den Namen erhielt der Platz zu Ehren des, vor allem in Frankreich bekannt gewordenen, Kölner Komponisten und Musikers Jacques Offenbach (1819-1880). Auf dem Platz steht das neue Opernhaus, welches, genau wie der Offenbachplatz selbst, in den 50er Jahren errichtet wurde. Auch das Schauspielhaus hat hier seinen Standort. Daneben grenzt die Glockengasse an, in der das 4711-Haus zu finden ist.


Wilhelm Riphahn (1889-1963) war der Architekt des Opernhauses, das das alte Haus am Rudolfplatz ersetzte. Der alte Bau war im Kriege nur wenig zerstört worden und diente in großen Teilen als Probebühne und Veranstaltungsort. Aber die Stadtväter wollten etwas Neues, Modernes. Im Jahre 1952 stimmte der Stadtrat für Abriss und Neubau. Nur die kleine FDP Farktion stimmte gegen das Vorhaben. Als Standort wurde das Areal gewählt, auf dem bis zur Zerstörung das Schauspielhaus gestanden hatte (Glockengasse (Altstadt-Nord)

Der moderne Entwurf wurde teils hochgelobt, teils aber auch als unpassend empfunden und der Volksmund fand schnell spöttische Spitznamen für den Neubau. (z.B. "Indisches Grabmal", "Mausoleum des unbekannten Komponisten", Grabmal des gescheiterten Intendanten“)

Auf dem Freigelände neben der Oper wird später vom gleichen Architekten das Schauspielhaus gebaut werden. Aktuell wird es als Parkplatz für einen Lloyd und eine DKW-Meisterklasse 3 = 6 genutzt. Das Aiuto ganz rechts könnte ein Opel Kapitän sein, vielleicht das Auto des Intendanten.

 

Weitere Fotos aus dem Album " 50er und 60er Jahre"


Das Album zeigt private farbige Fotos (Diapositive) aus den späten 50er Jahren. Das Opernhaus ist fertiggestellt (Mai 1957) und auch die neue Halle des Hauptbahnhofs (Sept. 1957). Die Türme der Randbebauung an der Hohenzollernbrücke stehen noch. Sie werden erst 1958 abgerissen werden.

Weitere Bilder (schwarz-weiß)sind wohl von einem Berufsfotografen auf Glasplatten aufgenommen worden. Neben Fotos von Bauten und Fassaden werden auch Fotos der Inneneinrichtungen verschiedener Lokale veröffentlicht, die zeittypische Innenarchitektur von Gaststätten, Restaurants etc. zeigen.

Das Album soll weiter ergänzt werden mit Fotos aus diesen beiden Jahrzehnten.