Breite Straße, Breite Str., 50667 Köln - Altstadt-Nord
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Sophie Kummerlöwe Sophie Kummerlöwe
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Album: Die Stadt ohne uns

Die Stadt ohne uns : Breite Straße

Breite Str. (50667 Altstadt-Nord)

Einst war diese Straße eine der breitesten innerhalb der Stadtmauern und  so verdankt sie diesem Umstand ihren Namen. Die heutige Bebauung und Nutzung durch den Straßenverkehr lassen sie jedoch alles andere als breit erscheinen. 

In der Vergangenheit standen an diesem Ort prächtige Bauten, die einige bedeutende Persönlichkeiten der Geschichte beherbergten. So nächtigten im 1794 entstandenen "Kaiserlichen Hof" der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm und Prinz Friedrich, als Friedrich Wilhelm im Sommer 1814 seine Begeisterung für den Dombau entdeckte. Einen Zwischenstopp legte hier auch Franz I. von Österreich ab, als er im September 1818 zum Aachener Friedenskongress reiste. Im selben Jahr hatte einige Meter weiter im Palais Geyr Zar Alexander I. Quartier bezogen.

Heutzutage finden sich vor allem Geschäftsräume an der Straße. So stehen hier  unter anderem die WDR-Arkaden, das DuMont-Careè und das Karstadt Kaufhaus.  Folgt man dem Straßenverlauf vom Offenbachplatz aus, führt er zur Ehrenstraße.


Die Stadt ohne uns: Es ist Samstag Nachmittag. Menschenmassen drängen sich, wie an jedem Wochenende, durch die Stadt. Die Umgebung verschwimmt einmal mehr und bildet mit den Umherhetzenden eine homogene Masse. Die Lochkamera, ein einfacher Schuhkarton, diente mir dazu, durch eine Langzeitbelichtung die Menschen, die sich tagtäglich in der Stadt tummeln, unsichtbar zu machen. Die Bilder zeigen den Moment der Ruhe. Ohne Menschen, ohne Stress .Der Betrachter hat in diesem Augenblick die Möglichkeit, allein zu sein, den Tumult zu vergessen und die Umgebung auf sich wirken zu lassen. Langzeitbelichtung mit einer Lochkamera

Weitere Fotos aus dem Album "Die Stadt ohne uns"


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Marion Hetzel  sagt: "Ja klasse!"

Bin über Jörns Kommentar jetzt auch zufällig auf dieses kleine feine Album gestoßen. Ich kann Jörn nur zustimmen. Toll Sophie, dass Du diese Urtechnik wieder aufgreifst. Die Bilder erinnern mich an die Stimmungen in den expressionistischen Filmen. Durch die Aufsicht bekommen sie eine große Tiefe und auch gleichzeitig etwas Modernes und gleichzeitig haben sie etwas zeitloses Existenzialistisches! Habe mich gefragt, wie das käme wenn Du offensichtlich noch aktuellere Motive nehmen würdest oder die bekannten Sehenswürdigkeiten in dieser technik bearbeiten würdest? Die Bilder regen sehr an! Bitte mehr davon!!!!!! :-))))Eine äußerst interessante Technik, deren inhaltliches Ergebnis mich beim Betrachten berührt .

Geschrieben: vor etwa 10 Jahre


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Jörn Lange  sagt:

Interessante und originelle Sache, wahrscheinlich einmalig hier im "Bilderbuch"! Schöne zeitlose Aufnahmen, die keinen bestimmten Moment festhalten, sondern "Zeit" beinhalten. Der Betrachter in der Position eines unbeteiligt Träumenden, an dem die Dinge vorbeiziehen. Man kann die Bilder lange betrachten wie einen Film. Sie machen Lust auf mehr!?

Geschrieben: vor etwa 10 Jahre