Bastei und Messe, Konrad-Adenauer-Ufer 1, 50668 Köln - Altstadt-Nord (1930)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Bastei und Messe

Konrad-Adenauer-Ufer 1 (50668 Altstadt-Nord)

Das Konrad-Adenauer-Ufer verbindet die Trankgasse (Altstadt-Nord) mit der Frohngasse. Seinen Namen hat der Uferabschnitt von Konrad Adenauer (1876-1967), gebürtiger Kölner und von 1917-1933 Kölner Oberbürgermeister. Nach Absetzung und Verfolgung durch die Nationalsozialisten wurde er 1949 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und blieb es bis 1963. Seit 1951 ist er Ehrenbürger Kölns, eine Skulptur befindet sich am Ratsturm, ein Denkmal an St. Aposteln. Als bedeutender Deutscher wurde Konrad Adenauer in der Walhalla verewigt.


Zusammen mit Konrad Adenauer setzte der Architekt der Bastei, Wilhelm Riphan, den Aufsehen erregenden Bau am Rheinufer durch. Konrad Adenauer soll im Angesicht eines aus Segeltuch und Dachlatten im Maßstab 1:1 errichteten Modells gesagt haben: " Bau dat Ding, Riphan, aber machen se et schön!"

Basis des Baus ist eine sog. "Caponniere", ein Festungsbauwerk aus den 40er Jahren des 19. Jhdt., das wohl die hier befindliche Einfahrt in den Sicherheitshafen schützen sollte. Diese Anlage war im Zuge der durch den Versailler Vertrag durchzuführenden Zerstörung der Festungsanlagen bereits in eine Art Aussichtsplattform umgewandelt worden.

Das Foto zeigt von Ost nach West: Die Messe mit dem markanten Turm, die Doppeltürme von St. Heribert, die massigen Portale der Hohenzollernbrücke zu beiden Seiten des Rheins und Groß St. Martin.

Die Rheinschiffahrt wurde meist noch mit Schleppdampfern und -kähnen bewältigt. Die Schleppdampfer verursachten mit ihren Kohle befeuerten Dampfmaschinen, wie hier deutlich zu erkennen ist, eine nicht unerhebliche Belastung durch Qualm und Ruß.

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