Auffahrt zur Dombrücke, Hohenzollernbrücke, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1880)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Fotos aus Amerika

Fotos aus Amerika : Auffahrt zur Dombrücke

Hohenzollernbrücke (50667 Altstadt-Nord)

Die heutige Eisenbahn- und Fußgängerbrücke ersetzte 1911 die damalige Dombrücke, wegen des kastenartigen Aussehens auch Mausefalle genannt. Architekt Franz Schwechtem errichtete die prägnanten Brückenköpfe als neoromanische Wehrbauten. Nach weitgehender Zerstörung 1945 erfolgte der Wiederaufbau der Hohenzollernbrücke nach Kriegsende bis 1959. Die Brückentürme wurden 1958 entfernt. Eine Erweiterung schaffte 1985 Platz für ein drittes Gleispaar.

Die Brücke ist nach den Kaisern der Hohenzollern-Familie genannt. An beiden Enden der Brücke stehen jeweils zwei Reiterdenkmäler. Rechtsrheinisch steht ein Denkmal für Friedrich Wilhelm IV von Preußen und Kaiser Wilhelm I. Auf der linken Rheinseite steht das Denkmal von Kaiser Friedich III und Kaiser Wilhelm II.

Heute ist die Hohenzollernbrücke die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Europas und verbindet den Hauptbahnhof mit dem Deutzer Bahnhof.


Aus den USA wurde ein Konvolut von acht Fotos bezogen, sog. Cartes Cabinet. Dieser Name bezieht sich auf die Größe der Abzüge, die zur Präsentation auf festen Karton aufgeklebt wurden. Dabei war de Größe der Abzüge, Albuminabzüge auf dünnem Papier, meist ca. 10 cm X 15 cm, die  der Trägerkartons meist ca. 10,5 cm X 15,5 cm.

Die originalen Abzüge lagen in dem zeittypischen, leicht gelb-bräunlichen Sepiaton vor. Zur Verbesserung der Ansichten wurden sie bei der Bildbearbeitung in schwarz-weiß umgewandelt. Ein Foto des Albums wurde zu Vergleichszwecken im ursprünglichen Farbton hinzugefügt.

Veröffentlicht wurden nur vier der Fotos, da weitere bereits im Bilderbuch vorlagen. Aus den bereits vorliegenden Fotos kann geschlossen werden, dass es sich bei allen Bildern um Arbeiten des bekannten Kölner Fotografen Anselm Schmitz (1831-1903) handelt.

Der preussische König Freidrich Wilhelm IV. verfügte, dass die Dombrücke exakt in der Längsachse des kölner Doms der Rhein überbrücken sollte. Das Foto zeigt, dass diese Intention genau befolgt wurde.Neben einer zweigleisigen Eisenbahnbrücke führte ein Straßenteil von Köln nach Deutz. Die Nutzung war gebührenpflichtig, so kostete das Überqueren den einzelnen Fußgänger zwei Pfennige. Dieses Brückengeld wurde von Brückenwärtern in den kleinen Häuschen am unteren Ende der Rampe kassiert. (Sollte jemand Näheres über den Wegezoll für Fuhrwerke oder Tiere wissen, so bitten wir um Mitteilung.)

Am unteren Ende der Rampe vor dem Domhügel erkennt man den Petrusbrunnen, der in den 70er Jahren des 19. Jhdts. von Kaiserin Augusta, der Gattin von Kaiser wilhelm I. der Stadt Köln gestiftet worden war. Da die Wasserversorgung damals noch nicht immer ausreichend war, blieb das Kunstwerk meist trocken, was dem Brunnen den Namen "Drügge Pitter" einbrachte.

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