Alte Wache am Zeughaus, Zeughausstr. 1-3, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1946)
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Alte Wache am Zeughaus

Zeughausstr. 1-3 (50667 Altstadt-Nord)

Im Mittelalter wurden die Waffen der Stadt zentral an einem Ort gelagert. In Köln war dieser Ort das Zeughaus, dass seine alte Funktion schon lange aufgegeben hat und heute das Kölnische Stadtmuseum beherbergt. Schon im 14. Jahrhundert stand hier ein gotischer Bau, genannt Blidenhaus. Bliden waren Wurfgeschossmaschinen, die zur Verteidigung eingesetzt werden konnten. 1606 ersetzte man das Blidenhaus mit dem noch heute bekannten Bau. 1840/1841 ließen die Preußen westlich vom Zeughaus eine Wache erbauen, die heute Bestandteil des Museums ist und auf dessen Turm das sogenannte "Flügelauto" seit 1991 seinen Platz hat.

Nebem dem Zeughaus sind an der Zeughausstraße noch der Reste der römischen Stadtmauer wie dem Römerturm und ein Denkmal für Friedrich Reichsgraf zu Solms-Laubach zu finden. Als preußischer Beamte hatte er für die Integration des Rheinlandes in den preußisch-deutschen Staat zu sorgen.


Die preussische Verwaltung des Regierungsbezirks Köln ließ sich nach 1815, als Köln zu Preussen kam ("Do hierode mer ävver in en ärm Famillisch!" soll der Bankier Schaafhausen gesagt haben.), an der Zeughausstr. gegenüber dem mittelalterlichen Arsenal nieder. Es wurde ein repräsentativer dreiflügeliger Bau errichtet.

 

 

 

Neben dem Zeughaus wurde um 1840 ein Militär- und Polizeigebäude gebaut, dass als "Alte Wache" bezeichnet wird.

Das Foto zeigt diesen im klassizistischen Stil erreichteten Bau, der heute dem Stadtmuseum im Zeughaus als Raum für Sonderausstellungen dient. Auf dem heute noch freien schmalen Gelände zwischen der alten Römermauer und der Zeughausstr. wird ein Erweiterungbau des Stadtmuseums errichtet, Ergebnis einer großzügigen Spende eines bislang ungenannten Kölner Ehepaars.

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