Neumarkt und Umgebung, Neumarkt, 50667 Köln - Altstadt-Süd (2009)
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Album: Altstadt Süd aus der Luft

Neumarkt und Umgebung - Altstadt Süd aus der Luft

Neumarkt (50667 Altstadt-Süd)

Der Neumarkt ist der größte Platz in der Kölner Innenstadt. Hier finden jedes Jahr öffentliche Veranstaltungen wie Zirkusaufführungen und Karnevalssitzungen statt, im Winter ein großer Weinachtsmarkt. Der Neumarkt spielt  eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt und markiert außerdem den Anfang der Einkaufszone der Innenstadt. Hier treffen sich die Straßen Schildergasse, Hahnenstr., Cäcilienstr. und die Thieboldsgasse.

Der Name "Neumarkt" stammt ursprünglich aus dem Lateinschen "in novo mercato" (auf dem neuen Markt). Mit der Zeit änderte sich der Name, so dass der Platz u.a. "uff dem numarkt", "numarkt", "an dem nuwen marte" oder "nuymarkt" hieß. Zum Ende des 14. Jahrhunderts fanden am Neumarkt Volks- und Schützenfeste statt. Diese wurden vom Rat veranstaltet. Im Spätmittelalter war der Neumarkt, so wie der Alter Markt und der Heumarkt, ein Handelplatz von großer Bedeutung.

Zu der Zeit der Franzosenbesatzung wurde der Name des Neumarktes auch je nach Anlass geändert. So hieß er 1794 "Place de la Republique", zu Napoleons Kaiserkrönung Place de l'Empereur (Kaisersplatz) und nach dem Sieg der Schlacht von Austerlitz "Place des Victories" (Siegesplatz). In 1804 übernachtete Napoleon sogar für vier Nächte im Hotel Blankenheimer Hof am Neumarkt.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Neumarkt total zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch direkt nach dem Krieg.

Zu den Sehenswürdigkeiten am Neumarkt zählen die Neumarktpassage mit Olivandenhof, die St. Aposteln Kirche, das Käthe-Kollwitz Museum, und das Schnütgen-Museum auf der Cäcilienstraße.


Seit dem Mittelalter ist der Neumarkt der größte Platz der Stadt. Neben seiner Funktion als Viehmarkt befand sich hier bis in das 18. Jhdt. eine Windmühle und ein Schießplatz, auf dem alle Bürger, die zum Wachdienst auf der Stadtmauer verpflichtet waren, ihre Übungen mit Pfeil und Bogen oder der Armbrust und später den Gewehren abhielten.Zum Ende 18. Jhdts. wurde der Platz zu einer Erholungs- und Spazierfläche umgestaltet.

Heute ist der Platz nicht zuletzt durch die breite Durchbruchverbindung vom Heumarkt zum Rudolfplatz ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für den Auto- und Sraßenbahnverkehr. Da die Verkehrsströme bis heute nicht auf einer Seite zusammengefasst sind ist die schöne große Platzfläche kaum mehr als eine Verkehrsinsel mit wenig Aufenthaltsqualität. Bleibt zu wünschen, dass dies einmal durch Bündelung des Verkehrs an der Südseite (hier unten) geändert wird.

In der römische Stadtmauer verlief westlich (hier links) des Platzes noch vor dem Chor der romanischen Kirche St. Aposteln. Der Bezirk um die Kirche, im Mittelalter eine Stiftsimmunität, war einer der ersten ursprünglich außerhalb der Stadt gelegenen Bereiche, der mit der Stadterweiterung in die Mauern der Stadt einbezogen wurde.

Weitere Fotos aus dem Album "Altstadt Süd aus der Luft"