Volkspark Besatzungsbauten, Heidekaul, 50968 Köln - Raderthal (1950)
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Album: Besatzungsbauten

Volkspark Besatzungsbauten

Heidekaul (50968 Raderthal)


Weitere Fotos aus dem Album "Besatzungsbauten"


Die englischen Truppen, die nach Ende des Krieges als Besatzung nach Köln kamen, forderten wie nach dem ersten Weltkrieg die Bereitstellung von angemessenem Wohnraum in ausreichender Größe für die Soldaten. Zunächst wurden die Truppen in beschlagnahmten Privatwohnungen untergebracht, die von den deutschen Bewohnern geräumt werden mussten. Ab 1949 bis 1951 wurden jedoch Neubauten errichtet, in die die englischen Soldaten nach und nach umzogen. Die Bauten wurden im Auftrage der Landesregierung von NRW durch die GAG geplant und gebaut.

Größte Siedlung dieser Art in Köln ist die Siedlung "Am Volkspark" in Raderthal. Die Baufläche lag im "Volkspark", einem Naherholungsgebiet der Kölner Bevölkerung.Die Siedlung lag an der Militärringstr., zwischen Bonner Str. und Brühler Str. Über beide Ausfallstraßen war sie gut in Richtung Zentrum angebunden. Sie wird hauptsächlich durch die Sinziger Str., die Widdiger Str. und die Hitzelerstr. erschlossen.

An den Rändern befanden sich Gemeinschaftseinrichtungen wie eine Zentralgarage, Wäscherei, Heizwerk, Tennisplätze, sowie auf der anderen Seite der Bonner Straße eine anglikanische Kirche. Die Siedlung besteht im Wesenlichen aus Einfamilienhäusern, lediglich in der Nähe des Verteilerkreises befinden sich ein sieben- und vier dreigeschossige Wohnhäuser in Zeilenbauweise. Insgesamt umfasste die Siedlung zum Zeitpunkt der Errichtung ca. 270 Wohneinheiten.

Zur Verringerung der der Planungskosten wurden von den beteiligten Architekten elf sogenannte Typenhäuser entworfen, so wie sie die den Dienstgraden der Soldaten entsprechend hinsichtlich der Größe des Wohnraums zustanden. Diese Typhäuser wurden auch in andern Siedlungen außerhalb Kölns gebaut. Zu den Planern gehörten neben Wilhelm Riphahn, der den siebengeschossigen Wohnbau entwarf, Friedrich (Fritz) Schaller und Hans Schilling.

Die Siedlung kann als Villenvorort in einem alten Baumbestand bezeichnet werden und ist heute ein Wohnquartier von höchster Qualtät.

Eine kleinere Siedlung wurde vor Allem für die Soldaten der belgischen Besatzung in Köln Delbrück in der Nähe der Kasernen an der Bergisch Gladbacher Str. gebaut.

Eine weitere größere Siedlung für die Besatzung ist das Wohnquartier zwischen Salzburger Weg und Tannenstr. sowie zwischen Fichtenstr. und Waldstr. in Junkersdorf. Es liegt unmittelbar hinter dem Kasernenkomplex der in den 30er Jahren unter dem Namen "Etzelkaserne" an der Dürener Str.errichtet worden war und der nach dem Kriege bis in die 80er Jahre das belgische Hauptquartier beherbergte.

Daneben wurden in verschiedenen Stadtteilen Mehrfamilienhäuser errichtet. Als Beispiele dafür stehen: In Ehrenfeld am Parkgürtel in der Nachbarschaft des später gebauten Albertus-Magnus-Gymnasiums vier Bauten, die paarweise hintereinander liegen, auf der gegenüber

                            
                              
                               

liegenden Seite zwischen Baadenberger Str. und Arnimstr. fünf kleinere Häuser, die senkrecht zur Fluchtlinie des Parkgürtel liegen, an der Ottostr. und an der Äußeren Kanalstr. in Ossendorf. Dies Bauten lagen in der Nähe einer weiteren von den belgischen Truppen genutzten Kaserne, dem "Quartier/Kwartier Klerken" an der Ecke  Äußere Kanalstr., Flughafenstr.

Die GAG wurde vom Land NRW auch mit dem Bau von Siedlungen außerhalb Kölns beauftragt, so in Bad Godesberg und in Bad Honnef.