St. Pantaleon, Am Pantaleonsberg 14, 50676 Köln - Altstadt-Süd (2010)
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Album: Altstadt Süd aus der Luft

St. Pantaleon - Altstadt Süd aus der Luft

Am Pantaleonsberg 14 (50676 Altstadt-Süd)

Der Weg "Am Pantaleonsberg" verbindet die Straße "Am Weidenbach" mit der Waisenhausgasse und zeichnet sich durch die Besonderheit einer umgekehrten Nummerierung aus. Sein Name erinnert daran, dass das Gelände des Klosters St. Pantaleon auf einer Anhöhe lag. Zur Geschichte von St. Pantaleon sei auf die entsprechende Bildsammlung verwiesen.


Das Bild zeigt nahezu die gesamte Anlage des ehemaligen Pantaleonklosters und der Kirche. Nicht erkennbar ist auf dem Luftbild, dass diese Anlagen hier an der Waisenhausgasse (rechts) deutlich, ca. 6-10 Meter höher liegen als die Umgebung, ein Faktum, das auch Grund für den Namen der Straße an der linken unteren Ecke ist: Am Pantaleonsberg

Das Foto zeigt den Gesamtaufbau der Kirche, die über ein Langhaus mit zwei Querhäusern verfügt. St. Pantaleon benannt nach dem Arzt, Heiligen und Märtyrer aus Kleinasien, wurde von Erzbischof Bruno, dem jüngeren Bruder Ottos I. (des Großen) gegründet. Otto und Bruno waren beides Söhne des ersten deutschen Königs Heinrich I. von Sachsen.

Bruno ist in dieser Kirche beerdigt genauso wie die Gattin seines Neffen Otto II., die byzantinische Prinzessin Theophanu. Ihrem Einfluss ist wohl zu verdanken, dass die Kirche nach dem Heiligen aus Kleinasien benannt wurde, der bis heute als Schutzpatron der Ärzte und Heilberufe gilt.

Im 17. Jhdt. erhielt die Kirche baraocke Hauben auf den beiden Flankierungstürmen und dem dazwischenliegenden Dach des Westwerks. Als die Preussen um 1830 eine optische Telegrafenlinie zwischen der Hauptstadt Berlin und Koblenz als Hauptstadt der Rheinprovinz bauten, wurde auf dem Dach des Westwerks von St. Pantaleon eine der rund 60 Stationen errichtet.

Weitere Fotos aus dem Album "Altstadt Süd aus der Luft"