Haus der Rheinischen Heimat, Kennedy-Ufer, 50679 Köln - Deutz (1930)
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Haus der Rheinischen Heimat

Kennedy-Ufer (50679 Deutz)


Der Architekt Adolf Abel (1882-1968), der für die Kölner Messebauten verantwortlich zeichnete, baute für die große Internationale "Pressa" Ausstellung des Jahres 1928 auch dieses Gebäude. Der Bau war jedoch kein Neubau, sondern der Umbau der alten Kürassierkaserne in Deutz. Der früher eher massig-abweisende Bau wurde mit größeren, längsrechteckigen Fenstern und lichten Treppenhäusern versehen.

Der Bau für ein Rheisches Landesmuseum wurde im Dritten Reich zum "Haus der Rheinischen Heimat" umbenannt. Nach der teilweisen Zerstörung des Krieges waren hier zunächst das Stadtmuseum und das Rheinische Bildarchiv beheimatet. Das Gebäude wurde aber als zu groß für deren Bedürfnisse angesehen. Daher wurde das Gebäude nach dem Umzug der beiden Einrichtungen abgerissen . An seiner Stelle entstanden das Landeshaus des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und später etwas weiter links das Hyatt Hotel.

Noch ein Détail: Die erhöhten Strukturen vor den Seitenflügeln sind Reste des alten Bahndamms der Bergisch-Märkischen Bahn. Darauf wurde nach Ende des Bahnverkehrs eine baumbestandene Promenade angelegt. Schon für das Museum und viel später das Hyatt Hotel wurde ein Teil des Damms entfernt. Für die neue Rheintreppe entlang des Ufers werden nun (2010) auch die letzten Reste des Bauwerks verschwinden. Das Deutzer Ufer soll "auf Augenhöhe" gebracht werden " Och en Bejründung!"

Hinter dem Museum die Türme von Alt und Neu St. Heribert.

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