Fabrik-,Verwaltungs- u.Wohngebäude (nur Vorderfassade/ Peters Brauhaus)

Mühlengasse 1-15, 50667 Köln - Altstadt-Nord
  • errichtet um 1895 erbaut (Brügelmannhaus),
  • 1953/54 Instandsetzung bzw. Wiederaufbau nach Kriegsbeschädigung,
  • 1983-86 Umbau und Umnutzung

 

  •  3 Geschosse.
  • Fassade im Stil des Historismus,
  • linker Fassadenbereich in Werkstein (5 Achsen), dort auch Rekonstruktion des Doppelgiebeldaches des ehemaligen Kontorhauses;
  • die übrige Fassade in Stuck, mit modernem, zweigeschossigen Dachausbau;

 

in der linken Gebäudehälfte auch zwei Polygonalerker im 2. OG. Türen verändert, Fenster erneuert; Fenstergitter im EG (ein Exemplar der Fenstergitter im Durchgang zum Innenhof), ein Gitter im querovalen Oberlicht über dem beinahe mittigen Eingang.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

1820 ließ sich der Kaufmann Friedrich Wilhelm Brügelmann in Köln in der Mühlengasse 7 als Baumwollspinner und Garnhändler nieder. Im Lauf der Jahre erwarb er auch die Nachbarhäuser Nr. 5, 11, 9, 13 und 15, an deren Stelle schließlich das Brügelmann-Haus errichtet wurde: Ein großer Baukomplex mit Büros, Lager- und Fabrikationsräumen.

Nach der Instandsetzung bzw. dem Wiederaufbau des stark kriegsbeschädigten Baues sowie der Erweiterung um den von Wilhelm Riphahn entworfenen Neubau im Bereich Große Neugasse/Bechergasse/Alter Markt (1953/54) wurde der gesamte Komplex in den Jahren 1983-86 umgebaut, mit einem begrünten Innenbereich versehen und durch den Einbau von Wohnungen, Gewerbeflächen und eines Theaters einer neuen Funktion zugeführt.

Lediglich die Fassade zur Mühlengasse gibt daher heute noch Aufschluß über das repräsentative historische Erscheinungsbild des Brügelmannschen Stammhauses, in deren aufwendigen, zum Teil in Werkstein ausgeführten Formen sich das Repräsentationsbedürfnis und Selbstbewußtsein der Bauherren widerspiegelt. Als Beispiel für die gewerbliche Nutzung dieses Stadtbereichs sowie als Erinnerung an die Firma Brügelmann und ihren großen, das Bild des Kölner Martinsviertels wesentlich prägenden Baukomplex, wird das o.g. Objekt zum unverzichtbaren Dokument.

Referenz: 6492


Das Denkmal hat die Nummer 99 und ist seit dem 1. Juli 1980 geschützt.

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