Wohnhaus

Unter den Ulmen 96, 50968 Köln - Marienburg
Errichtet: um 1908


Architekt: Eugen Fabricius (1871-1960)

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

  • zweieinhalb Geschosse
  • Mansarddach
  • drei Achsen
  • Putzfassade, Backsteinsockel

An der Vorderfront des Hauses wird die mittlere der drei Fensterachsen durch die Fenstergröße und den abschließenden Giebel stark betont. Alle Fenster haben Sprossenteilung. Die Fenstergitter im Sockelgeschoß (Souterrain) sind original. An den Seiten befindet sich jeweils ein Altan.

Im Inneren der Villa, deren regelmäßige, fast symmetrische Raumaufteilung aus der Entstehungszeit stammt, befinden sich folgende, originale Bestandteile:

  • Zimmertüren
  • Deckenkehlen
  • Wandschränke im Mansardgeschoß
  • Heizungsverkleidung im Treppenhaus
  • Holztreppe
  • ehemaliges Entrée mit Kreuzgewölbe überspannt.

 

Die Villa, in der Komposition des Grundrisses und Aufbaus an süddeutsche Barockarchitektur angelehnt, ist ein hervorragendes Beispiel der Baukunst des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts. Sie ist eine der wenigen, in Köln erhaltenen Bauten des Architekten Eugen Fabricius, der eine anerkannte Persönlichkeit und ein Mitbegründer des Bundes Deutscher Architekten B.D.A. war.

Bei der Villa handelt es sich um das Eckhaus zum Bayenthalgürtel, eine der Begrenzungsstraßen des Marienburger Villenviertels. Sie bildet zusammen mit der an der gegenüber liegenden Ecke Bayenthalgürtel / Ulmenallee gelegenen Villa Bayenthalgürtel 15, ebenfalls von Fabricius, einen repräsentativen, sehr qualitätvollen "Einstieg" in den Villenvorort. Durch ihre Diagonallage zu beiden Straßenzügen, von denen sie vor allem durch immergrüne Bepflanzung abgesetzt ist, ist die Villa städtebaulich ein besonders markanter Punkt und für die geschlossene Villenkolonie Marienburg, die sich stilistisch durch Vielfalt und maßstäblich durch Einheitlichkeit auszeichnet, ein unverzichtbarer Bestandteil.

Referenz: 8823


Das Denkmal hat die Nummer 986 und ist seit dem 1. März 1982 geschützt.

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