Kartäuserkirche u. ehem. Klostergebäude (Klaustralgebäude)

Kartäusergasse 7, 50678 Köln - Altstadt-Süd

errichtet ca. 1350-1393 erster Bauabschnitt mit Hochaltar

     1420-1425 Erweiterung (Engel- und Marienkapelle)

     1510 Erweiterung der Sakristei

Historische Ausstattung:

Fußboden:

  • Kirchenraum: schwarze Marmorplatten, vor 1954
  • Marienkapelle und sog. Neue Sakristei: schwarze u. weiße Marmorplatten

 

Ausmalungen:

  • Langhaus, Südwand: 
  • Grisaillekartusche (Martyrium d. Apostel Paulus), 1747 sog. Neue Sakristei,
  • Gewölbe: Wurzel Jesse, frühes 16. Jh.
  • Kapellen, Gewölbe: florale Motive, frühes 15.Jh.

Glasfenster:

  • Chor: 4 figürliche Fenster, 1954 (C. Crodel/A. Wagner)
  • Langhaus, Südwand: 5 figürliche Fenster, 1954-56 (C. Crodel/A. Wagner)
  • Langhaus, Nordwand: 4 Grisaillefenster
  • sog. Neue Sakristei, Chor u. Nordwand: 4 Ornamentfenster, 1959 (C. Crodel/A. Wagner)
  • Kapellen, Nordwände: 4 figürliche Fenster.

 

Altäre:

  • Chor: Mensa, 1953 (Gerhard Marcks)
  • sog. Neue Sakristei: Mensa, 1928

 

Weitere Ausstattung:

  • Altarkreuz,
  • vier Altarleuchter, 1953 (Gerhard Marcks), Chor
  • Taufbecken, 1953 (erhard Marcks), Chor
  • Kanzel, 1953 (Gerhard Marcks), Chor
  • zwei Opferstöcke, um 1928(?), Langhaus
  • vier sechsarmige Kronleuchter, um 1900, sog. Neue Sakristei
  • Orgelgehäuse aus Frechen, 1770 (L. König), sog. Neue Sakristei
  • Hauptorgel, 1960 (W. Peter), Westempore
  • Eisengußplatte, 17. Jh. od. Nachguß, sog.Neue Sakristei
  • Wendeltreppe, um 1952 (K. Wyland), Marienkapelle

 

Geläut:

  • vier Glocken, 1954 (Gebr. Rincker, Sinn/Dillkreis), Großer u. Kleiner Dachreiter

 

Gemälde :

  • Triptychon, Anbetung der Hl. Drei Könige, Mitte 16. Jh., sog. Neue Sakristei

 

Plastik:

  • zwei Schlußsteine u. 12 Konsolfiguren, 1. Hälfte 15. Jh., ergänzt 1965, Marien- u. Engelkapelle
  • Schmerzensmann aus Lünen/Westfalen, um 1520, Engelkapelle

Schatz:

Abendmahlsgeräte:

  • Kanne,
  • Kelch,
  • Patene,
  • Ziborium, um 1930, Kirchenvorraum

 

Bestandteil des Denkmals sind auch die übrigen, im Besitz der Kirchengemeinde befindlichen

  • liturgischen Geräte,
  • Reliquiare,
  • Paramente,
  • Gemälde,
  • Skulpturen,
  • Grabmäler
  • historischen Ausstattungsstücke,

für die auf das Karteikarteninventar beim Stadtkonservator verwiesen wird

folgende Publikationen:

  • Paul Clemen (Hrsg.), Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Bd. 2,3, 1, Düsseldorf 1934, S. 137-177.
  • Fried Mühlberg, Kartäuserkirche St. Barbara Köln, Rheinische Kunststätten 1956.
  • Die Kartause in Köln, Festschrift, hrsg. v. Rainer Sommer, Köln 1978
  • Die Kölner Kartause um 1500, Aufsatzband und Führer zur Ausstellung, Köln 1991.
  • Werner Beutler, St. Barbara, in: Colonia Romanica Bd. X, 1995, S. 103-117
  • Lust und Verlust II, Corpus-Band zu Kölner Gemäldesammlungen 1800-1860, hrsg. H. Kier/F.G. Zehnder, Köln 1998, S. 135 Nr. 214.

 

Außerdem werden alle ortsfesten Bodendenkmale einbezogen, die u.U. untertägig im Boden verborgen sind.

Die Kartäuserkirche ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Die o.g. historischen Ausstattungsstücke sind Teil des Baudenkmals im Sinne von § 2 Abs. 2 des DSchG NW. Sie bilden mit dem Baudenkmal eine Einheit von Denkmalwert. Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 5137


Das Denkmal hat die Nummer 917 und ist seit dem 18. Januar 1982 geschützt.

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