Wohn- und Geschäftshaus

Luxemburger Str. 80, 50674 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: um 1890


  • vier Geschosse,
  • drei Achsen,
  • ausgebautes Dachgeschoß mit Gauben,
  • Backsteinfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an die Renaissance,
  • EG mit gußeisernen Stützen (original Laden)

 

Fenster und Türen in Anlehnung an den ursprünglichen Zustand erneuert.

Rückseite verputzt,

Fenster in Anlehnung an den ursprünglichen Zustand erneuert

Inneres weitgehend verändert.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die von Hermann Josef Stübben (1845-1936) geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Im Zuge ihrer Durchführung ab 1881 entstand in der südlichen Neustadt zwischen Eifelstr. und Zülpicher Str.ein kleinbürgerliches Wohnviertel mit in der Regel weniger aufwenig gestalteten Mietshäusern. Die ursprünglich als Alleestraße angelegte Luxemburger Straße, durch die seit 1896 die Vorgebirgsbahn führte, wurde im wesentlichen um 1890 erbaut.

Das oben genannte Objekt, das das für Köln typische Dreifensterhaus variiert, gehört zu den wenigern Gebäuden der Erstbebauung, die die starke Kriegszerstörung in diesem Bereich der Luxemburger Straße, in der Nähe des Süd-Bahnhofs, überdauert haben. Während sich im Erdgeschoß die gußeisernen Stützen des gründerzeitlichen Ladenlokals erhalten haben, wird das darüber liegende Geschoß, die Beletage, durch eine aufwendige Gestaltung mit Stuck besonders betont. Das Gebäude, das die Maßstäblichkeit der Bebauung und das ursprüngliche Erscheinungsbild dieses Straßenzuges in seinem Neustadtteil bewahrt, wird somit, trotz einiger Veränderungen, zum unverzichtbaren Dokument.

Referenz: 5952


Das Denkmal hat die Nummer 89 und ist seit dem 1. Juli 1980 geschützt.

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