Wohnhaus

Ubierring 7, 50678 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: 1913


Teil einer Wohnhausgruppe

Architekten: Jakob Koerfer (1875-1930)

  •                Leopold Schweitzer (1871-1937)

 

  • vier Geschosse, Souterrain, ausgebautes Dachgeschoss
  • drei Achsen
  • Werksteinfassade
  • Neoklassizismus

 

Fassade

  • breites, flach abschließendes Zwerchhaus im Mittelteil (verändert)
  • jeweils eine neuere, hier seitlich anschließende Loggia
  • drei darüber liegende, neuere Gauben
  • in der Mittelachse zweigeschossiger Erker mit aufgesetztem Balkon
  • Fenster und Türen verändert.

 

Rückseite

  • rückwärtig rechts und links anschließendes Hinterhaus , das einen Hof umschließt
  • weitgehend verputzt (Fassadenteil zum links gelegenen Hof weitgehend geschlämmt)
  • Fenster und Türen weitgehend verändert (eine originale Türe zum rechts gelegenen Hof)
  • neuerer Fahrstuhl an der Rückfront des Vorderhauses.

 

Inneres

Im Inneren original erhalten

  • Im Vestibül
  • Marmorboden
  • Marmortreppe
  • Verkleidung der Sockelzone mit dunklem Marmor
  • Deckenstuck

 

  • im Souterrain
  • Nebentreppenhaus mit schwarzweißem Fliesenboden
  • Holztreppe mit Holzgeländer
  • teilweise auch schwarzweißer Fliesenboden im rückwärtigen Bereich
    einige Holztüren

 

  • im Flur
  • Marmorboden
  • Marmortreppe mit Holzgeländer
  • Zwischenpodeste mit Marmor
  • weitgehend Verkleidung der Sockelzone mit dunklem Marmor

 

  • in den Wohnungen 
  • teilweise Stuckdecken

 

Bestandteil des Denkmals ist auch die rückwärtig an das Hinterhaus anschließende Freifläche (ehemals als Garten genutzt).

Die von Hermann Josef Stübben (1845-1936) geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reichs im ausgehenden 19. Jahrhundert. Sie legt sich, den alten Wallstraßen folgend, halbkreisförmig um die Altstadt. Als ihr Kernstück wurde die Ringstraße, ein baumbestandener und mit öffentlichen Grünflächen versehener "Prachtboulevard", bestehend aus 10 Teilstücken von unterschiedlicher Breite und Gestaltung, angelegt.

Der Ubierring, der in seinem östlichen Teil parkartig erweitert ist, bildet das letzte, südliche Teilstück des Rings zum Rheinufer hin. Seine Bebauung erfolgte im wesentlichen erst zu Beginn unseres Jahrhunderts, um 1900-1906.

Das Haus Nr. 7 wurde 1913 nach den Plänen des auch über Köln hinaus bedeutenden Architekten Jakob Koerfer (1875-1930) in Partnerschaft mit Leopold Schweitzer (1871-1937) errichtet. Mit seinen beiden, von denselben Architekten konzipierten Nachbargebäuden Nr. 9 und 11 bildet es eine Wohnhausgruppe, die insgesamt einheitlich gestaltet wurde, und die noch heute Aufschluss über die Ansprüche seiner einstigen Bewohner gibt.

Das Haus Nr. 7 verfügt, wie seine beiden Nachbarhäuser, über eine repräsentative Werksteinfassade im Stil des Neoklassizismus, die jeweils in der Mittelachse eine besondere Betonung durch den Erker und das flache Zwerchhaus erfährt. Das o.g. Gebäude, das im Ensemble mit den Nachbarhäusern Nr. 9 und 11 die ursprüngliche Maßstäblichkeit der Bebauung und das historische Erscheinungsbild am Ubierring bewahrt, wird somit zum unverzichtbaren Dokument für die Architekturentwicklung in Köln vor dem Ersten Weltkrieg.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. 

 

Referenz: 8735


Das Denkmal hat die Nummer 874 und ist seit dem 14. Dezember 1981 geschützt.

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