Kirche St. Kunibert

Kunibertskloster 6, Köln - Altstadt-Nord
Errichtet: um 1215-47, bis 1993 wiederhergestellt


ehem. Stiftskirche, seit 1802 kath. Pfarrkirche
Wiederherstellung nach Kriegszerstörungen bis 1993

 

  • dreischiffige Basilika mit
    • ausladendem Westbau
    • Westturm
    • nicht vortretendem, von 2 Türmen überhöhtem Ostquerschiff
    • Ostapsis mit Krypta und Sakristei
    • Werksteinbau.

 

Inneres

  • Fußboden
    • Boden im Chor in Art des "opus alexandrinum" (13. Jh.)
    • Schieferplatte mit Kinderreigen (Elmar Hillebrand (1925-) Bildhauer) im Chorjoch

    • ansonsten Schieferfußboden (50er Jahre)

 

  • Ausmalungen
    • figürliche Wandmalereien des 13. Jhdts. in
      • der Nordnische der Apsis
      • einer Nische des nördlichen Chorarms
      • der Taufkapelle (13. Jh.)
    • figürliche Wandmalerei des 19. Jahrhunderts oberhalb des Wandtabernakels in der Südnische der Apsis
    • Farbfassung der Architekturglieder durch H. Heider (1951-56)
      • Bogenwülste
      • Rippen
      • Profile
      • Kapitelle
      • Schlußsteine
      • das später wiederhergestellte Westquerhaus entsprechend gestaltet

 

  • Glasfenster
  • drei große Medaillonfenster im Obergeschoss der Apsis (13. Jhdt.)
  • fünf kleinere Heiligenfenster im Untergeschoß von Apsis und Chorarmen (13. Jhdt.)
  • Marienfenster im nördlichen Chorarm (19. Jh.)
  • ornamentales Scheitelfenster im Untergeschoss der Apsis (W. Thonnet) 1970

 

  • Altäre
    •  
      • säulengegliederter Hochaltar (13. Jhdt.)
      • zwei Nebenaltäre in den Chorarmen (13. Jhdt.)
      • eine Altarmensa im Apsisscheitel (Ende 15. Jh.)
      • zwei Altarmensen (Bemalung erneuert) an den mittleren Langhauspfeilern
      • zwei Altarmensen (90er Jahre) an den Ostenden der Seitenschiffe

 

  • Antependien
    •  
      • Antependium des Quirinusaltars, heute in der Nordnische der Apsis (1312)
      • Antependium des Margarethenaltars (1327), heute Sockel des Wandtabernakels

 

  • Wandtabernakel in der Südnische der Apsis (2. Hälfte 15. Jhdt.)
  • Taufbecken in der Taufkapelle im südlichen Chorarm (mittelalterlich, im 19. Jhdt. überarbeitet)
  • schmiedeeiserner Leuchter mit Steinbasis im Chor (15. Jhdt.)

 

  • Geläut
    • acht Glocken im Westturm (zwei von 1773
    • zwei von 1958
    • vier von 1990
    • zwei kleinere Glocken im Dachreiter über dem Südarm des westlichen Querhauses (1422 und 1453)

 

  • Steinplastik: Verkündigung an den westl. Chorjochpfeilern, vermutl. von Konrad Kuyn (1439)

 

  • Holzplastiken
    • Pieta (frühes 15. Jhdt.)
    • Standfiguren Madonna mit Kind (Ende 15. Jhdt.)
    • Hl. Quirinus und Hl. Clemens (um 1500, nachträglich überarbeitet)
    • Kunibertschrein (1869) und Ewaldischrein (1879) in der Apsis
    • Bronzeleuchter: fünfarmig, mit dem Gekreuzigten (Ende 15. Jhdt.)

 

  • Gemälde
    •  Gregoriusmesse, Kölner Malerschule (1502)
    • Auferstehung, von Bartolomäus Bruyn d. Ä. (um 1525-30).

 

  • Ausstattung der 50er Jahre
    • bronzene Kreuzwegstation und Holztüren im Norden (Elmar Hillebrand (1925-) Bildhauer)
    • Kommunionbank
    • Altäre und Wandleuchter in den Seitenschiffen
    • Geländer der beiden Kryptenzugänge
    • zwei Chorbänke mit Steinfuß
    • Bänke im Mittelschiff.

 

Bestandteil des Denkmals sind die übrigen, im Besitz der Kirchengemeinde befindlichen liturgischen Geräte, Reliquiare, Grabmäler und historischen Ausstattungsstücke (u. a. Mobiliar, Gemälde, Paramente, Bücher, Architekturfragmente).

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Die Unterschutzstellung bezieht sich auf das Bauwerk und seine historische feste und bewegliche Ausstattung, für die auf das Karteikarteninventar beim Stadtkonservator verwiesen wird sowie auf folgende Publikationen:

  • P. Clemen (Hrsg.), Die kirchlichen Denkmäler der Stadt Köln I, in: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz (Düsseldorf 1916) 231-313
  • U. Krings, M. Seidler, U. Bergmann, U. Brinkmann, B. Jakoby, in: Colonia Romanica VII (Köln 1992)
  • B. Rosendahl in: Colonia Romanica X (Köln 1995)

 

Außerdem wurden einbezogen alle ortsfesten Bodendenkmale, die u. U. untertägig im Boden verborgen sind.

Referenz: 5508


Das Denkmal hat die Nummer 868 und ist seit dem 14. Dezember 1981 geschützt.

Denkmal <Kirche St. Kunibert> bearbeiten
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