Wohn- und Geschäftshaus

Gilbachstr. 34, 50672 Köln - Neustadt-Nord
Errichtet: um 1890


  • vier Geschosse,
  • fünf Achsen,
  • Erdgeschoß mit zweiachsigem Anbau,
  • ausgebautes Dachgeschoß mit vier Gauben,
  • zweifarbige Backsteinfassade mit Gliederungen,
  • Erdgeschoß teilweise verändert;
  • Fenster weitgehend verändert,
  • Haustüre verändert.
  • Im Inneren original erhalten:
  • im Vestibül Terrazzoboden mit Mosaikeinlagen,
  • Holztreppe mit gedrechseltem Holzgeländer und Antrittspfosten.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die von Hermann Josef Stübben (1845-1936) geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reichs im ausgehenden 19. Jahrhundert. Im Zuge ihrer Durchführung ab 1881 entstand westlich der Ringe zwischen Gladbacher Str. und Zülpicher Str. das sogenannte Westend, ein mittleren und gehobenen Ansprüchen genügendes, bürgerliches Wohnviertel.

An der ab 1889 bebauten, in unmittelbarer Nähe zum Stadtgarten gelegenen Gilbachstraße befindet sich verhältnismäßig viel von der ursprünglichen Bebauung. Das Haus Nr. 34 ist integraler Bestandteil dieses weitgehend erhaltenen Straßenzuges. Durch seine reich gegliederte Backsteinfassade hebt es sich besonders hervor und gibt gleichzeitig einen Hinweis auf die Gestaltungsvielfalt der gründerzeitlichen Architektur. Somit wird es zum unverzichtbaren Dokument, auch im Hinblick auf die Veranschaulichung des historischen Straßenbildes.

Referenz: 4048


Das Denkmal hat die Nummer 829 und ist seit dem 19. November 1981 geschützt.

Denkmal <Wohn- und Geschäftshaus> bearbeiten
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