'Weckschnapp' mit ehem. Befestigungsturm

Konrad-Adenauer-Ufer 69a, Köln - Neustadt-Nord
  • errichtet Ende 14. Jhdt

 

1891 von Hermann Josef Stübben (1845-1936) wiederhergestellt -

  • rundes Mauertürmchen des späten 14. Jahrhunderts 
  • Wechselschichten von Säulenbasalt und Tuff,
  • Zinnenkranz über Rundbogenfries mit Kleeblattfüllungen auf Konsolen,

 

Haus Kratz: Erbaut 1954-56 (Architekt: Martin Kratz) als zweigeschossiger Anbau in Backsteinmauerwerk,

1967/68 Errichtung eines ausgebauten Dachgeschosses mit Faltdach auf dem ursprünglich flach gedeckten Baukörper,rückwärtig teilweise mit Fachwerk,

Fenster und Eingangsbereich mit der Haustür weitgehend original.

Im Innern original erhalten:

  • Holztreppe mit Metallgeländer und Holzhandlauf,
  • zwei Holztreppen mit Holzhandlauf aus den 50er Jahren im Turm.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Bei dem seit dem 18. Jahrhundert als "Weckschnapp" bezeichneten Turm handelt es sich um Reste des Kunibertsturmes der mittelalterlichen Stadtmauer. Er bildete gemeinsam mit dem Bayenturm im Süden den Abschluß der Rheinbefestigung. In den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts sind dem Turm unter Stadtbaumeister Stübben verschiedene neugotische Architekturelemente, u.a. der zinnengekrönte Abschluß, hinzugefügt worden.

1954-56 errichtete der Architekt Martin Kratz für sich uns seine Familie ein Wohnhaus als Ausbau an den mittelalterlichen Turm. Der 1967/68 nochmals veränderte Bau stellt eine gelungene Verbindung von moderner und historischer Bausubstanz dar. Dies wird unter anderem auch durch das bewußte Miteinbeziehen von historischen und historisierenden Elementen beim Gebäude der 50er/60er Jahre erreicht. Durch die gemeinsame Wohnnutzung bilden die o.g. Objekte auch im Inneren eine Einheit.

Referenz: 5400


Das Denkmal hat die Nummer 81 und ist seit dem 1. Juli 1980 geschützt.

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