Geschäftshaus

Marktstr. 20, 51143 Köln - Zündorf

Die Gebäudeflügel weisen hofseitig Holzfachwerk mit geschlämmten Backsteinausfachungen oder geschlämmtes Backsteinmauerwerk auf.

Zum historischen Bestand gehören insgesamt außer den Umfassungsmauern auch die konstruktiven und raumteilenden Innenwände, zumeist als Fachwerkkonstruktionen aus Holz mit Ausfachungen aus Backstein, sowie die Holzdecken und hölzernen Dachkonstruktionen.

Nördlicher Flügel an der Marktstraße:

Hofseite: Fachwerk, kleiner unterkellerter Anbau aus geschlämmtem Backstein mit einer stichbogigen Fensteröffnung und Fachwerkgiebel (teilweise erneuert), Hoftür (erneuert) mit rechteckigem sprossiertem Oberlicht, ein Fenster in stichbogiger Rahmung. Im Inneren von der historischen Ausstattung erhalten: Erdgeschoß: Im Treppenhaus gegenläufig gekrümmte Holztreppe mit geschnitztem, am Antritt geschwungenem Holzgeländer, Holzverkleidung des Kellerabgangs, Bodenbelag aus dreifarbigen Tonfliesen (schwarz, weiß und grau in quadratischem Dekor verlegt), schmales profiliertes Deckengesims, weitgehend Zimmertüren (hölzerne Füllungstüren mit profilierten Rahmen). In den Wohnräumen einschließlich des Eckbereichs zur Kirchstraße: Holzdielenböden, großenteils Holzfußleisten, Deckenkehlungen, weitgehend Zimmertüren (hölzerne Füllungstüren mit profilierten Rahmen und teils geschnitzter klassizistischer Bekleidung), doppelflügelige Holztür mit Sprossenverglasung oberhalb von 2 Stufen zu rückwärtigem kleinen Anbau, zweiflügelige sprossenverglaste Holzfenster mit Stichbogenabschluß (nur im hofseitigen kleinen Anbau und auf der Westseite zur Kirchstraße erneuert). Dachgeschoß: Hölzerne Dachkonstruktion in neuerem Ausbau erhalten.

Westlicher Flügel an der Kirchstraße (zum Teil Ausbau der 1920er Jahre): Hofseite: Fachwerk, 2 rechteckige Fensteröffnungen in Größe der einzelnen Gefache, oberhalb einiger Stufen 2 Türöffnungen mit hölzernen Bekleidungen, geschnitzten Giebelverdachungen und Klappläden, 2 einzelne Gauben mit Satteldach, ein zwerchhausartiger Erker mit Walmdach, Türen und Fenster mit Sprossenverglasung. Im Inneren: Ausbau mit z.T. doppelflügeligen und sprossenverglasten Füllungstüren. Hölzerne Dachkonstruktion.

Südlicher Flügel:

Hofseite: Im westlichen Teil Fachwerk mit einer rechteckigen Fensteröffnung und Rechtecktüröffnung zum Kellerabgang, daneben rechteckige Toröffnung mit zweiflügeligem Tor (erneuert). Im östlichen Teil geschlämmtes Backsteinmauerwerk, 2 stichbogige Fensteröffnungen (ehemals Türöffnungen), weitere stichbogige Öffnungen nachträglich vermauert. Im Inneren: Im westlichen Teil (ehemalige Scheune) Holzkonstruktion bestehend aus längs gerichteter mittlerer Ständerreihe mit Fußschwellen- und Oberschwellenbalken und teilweise mit Kopfbändern sowie einem Ständer mit Kopfbändern an der hofseitigen Anschlußecke des Westflügels, Deckenbalken und Dachkonstruktion. Im östlich anschließenden Teil ursprünglich geringere Raumtiefe, ehemalige südliche Außenwand aus Fachwerk teilweise im neueren Innenausbau erhalten, in voller Breite neuer großflächig verglaster Anbau auf der Südseite, Dachkonstruktion mit Gaube auf der Südseite erneuert.

Östlicher Flügel:

Hofseite: Geschlämmtes Backsteinmauerwerk und Fachwerk, zweigeschossig, in der Ecke zum anschließenden Südflügel einläufige gerade Außentreppe mit Wangenmauer unter Dachabschleppung, Holztür zum Obergeschoß, stichbogige Tür- und Fensteröffnungen (teilweise nachträglich vermauert), Fenster mit Sprossenverglasung. Im Inneren: Hölzerne Dachkonstruktion.

Kellergeschoß (unter Nord- und Westflügel sowie westlichem Teil des Südflügels (ehemalige Scheune): Im östlichen Teil durchgehender Raum parallel zur Marktstraße mit gedrückter korbbogiger Tonnenwölbung, aufgehendes Mauerwerk aus grobem Bruchsteinmaterial, Gewölbe aus Backstein im Längsverband, 4 hoch in das Gewölbe eingeschnittene stichbogige Fensteröffnungen mit steiler Sohlbankschräge, Boden mit Bruchsteinen gepflastert, stichbogige Türöffnung mit doppelflügeliger Holztür zum westlich anschließenden Keller, schlichte hölzerne Kellertreppe zum Treppenhaus; im westlichen Eckbereich und dem nach Süden anschließenden Teil 5 quer zur Kirchstraße liegende Räume, untereinander durch stichbogige Öffnungen verbunden, Ziegelmauerwerk mit Anteilen von Bruchstein im unteren Bereich der Umfassungsmauern, stichbogige Gewölbe aus Backstein im Diagonalverband, Boden mit Bruchsteinen gepflastert, im abgeschrägten Eckbereich stichbogiger Zugang von außen, eine stichbogige Kellerfensteröffnung auf der Westseite, doppelflügelige Holztür zum südlich anschließenden Keller; südlich gelegene Kellerräume mit stichbogigen Gewölben durch stichbogige Öffnungen verbunden, Boden mit Kieselsteinen gepflastert, Zugang von außen von der Hoffläche über eine Kellertreppe, daneben eine stichbogige Fensteröffnung.

Referenz: 6108


Das Denkmal hat die Nummer 7480 und ist seit dem 10. Mai 1995 geschützt.

Denkmal <Geschäftshaus> bearbeiten
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