Wohnhaus

Salzgasse 11, 50667 Köln - Altstadt-Nord
Errichtet: 1936


 Architekt: Erich Drenkhahn(?)

errichtet auf neuer Fluchtlinie an der Stelle eines 1630 errichteten und 1826 erneuerten Vorgängerbaus "Zum Stern"

  • vier Geschosse
  • drei Achsen
  • kleines Satteldach, dahinter ausgebautes Dachgeschoß
  • Putzfassade mit Werksteingliederungen

 

  • traufständiger Abschluß

 

  • Mittelachse durch Eingangsportal und besondere Fensterrahmung des darüberliegenden Fensters akzentuiert
  • Portal und Fensterrahmungen von dem 1935 abgebrochenen Haus "Zum Hirsch" (nach 1785) in der Steingasse 95
  • Fenster und Türen erneuert
  • zwei ehemalige Erdgeschoßfenster zu Türen umgebaut

 

Werbeschriften beeinträchtigen die Fassade

Rückseite

  • verputzt
  • Fenster erneuert

 

Die ursprünglich vorhandene Aufmauerung über dem Gesims des 4. Geschosses wurde aufgestockt.

nicht Bestandteil des Denkmals:

  • rückwärtiger eineinhalb-geschossiger Anbau mit Terrasse
  • östlich anschließende Mauer mit Tor

 

Im Innern im erweiterten Kellergeschoß die ursprünglichen Wölbungen erhalten

Erd- und Obergeschoß-Grundrisse verändert.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das o. g. Objekt befindet sich im Martinsviertel in der Kölner Altstadt, die im Zweiten Weltkrieg zu 90 % zerstört wurde. Das Martinsviertel, ein ehemals bedeutendes mittelalterliches Handelsviertel, ist durch enge Gassen mit relativ hohen Kaufmannshäusern, Plätzen und die Kirche Groß St. Martin gekennzeichnet.

Die Salzgasse, in der im Mittelalter die Salzhändler angesiedelt waren, verbindet das Nordende des Heumarkts mit dem Rheinufer - links neben dem Wohnhaus Nr. 11 führt ein überbauter Durchgang zum Kastellsgäßchen und dem Ostermannplatz.

Von der Gebäuderückseite besteht eine Sichtbeziehung zu Groß St. Martin. Das Wohnhaus Salzgasse 11, das im Zuge der in den 30er Jahren durchgeführten Sanierung entstand, bewahrt die ursprüngliche städtebauliche Struktur des für Köln bedeutenden Martinsviertels. Es dokumentiert trotz der rezenten Veränderungen die Maßstäblichkeit und den baukünstlerischen Charakter der Altstadtbebauung.

Referenz: 9699


Das Denkmal hat die Nummer 746 und ist seit dem 19. August 1981 geschützt.

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