Fabrikgebäude

Brühler Str. 11-13, 50968 Köln - Raderberg
Errichtet: um 1895


  • drei Geschosse
  • eine Achse zur Brühler Straße
  • sieben Achsen im rückwärtigen Bereich
  • Putzfassade


Fassaden/Aufbau

  • überwiegend freistehender Baukörper auf annähernd rechteckigem Grundriss
  • Pultdach (verändert) mit originalem Ecktürmchen im Südosten (Backstein mit Natursteinaufsatz und Dreipass-Motiv)
  • Putzfassade(später) mit Resten von originalen, backsteinsichtigen Wandpartien mit schlichten Backsteingliederunge 
    • pfeilerartige Wandvorlagen
    • Dachgesims
    • Stockwerkgesims an der Westfassade
  • schlichte Fenstergestaltung in den Obergeschossen
  • leicht vorkragende Fensterbank
  • leicht zurückspringender Fenstersturz

 

Westfassade (der Brühler Straße zugewandt) mit zweiteiligem Aufriß

  • in der linken Achse 
  • Erdgeschoss mit Durchfahrt (im Innern mit originaler zweiflügeliger Metalltür zum Aufzugsschacht)
    • Obergeschosse backsteinsichtig (u. a. mit schlichtem Backsteinfries)
    • Fenster (mit geradlinigen Abschlüssen) überwiegend erneuert
  • in der rechten Achse
    • ehemaliger Rücksprung, später annähernd geschlossen
    • Erdgeschoss mit Gebäudeeingang (Tür erneuert)
    • Treppenhausfenster (erneuert)
    • eingezogene Ecke

 

Südfassade (hofzugewandt)mit zweiteiligem Aufriß

  • in der linken Achse
    • neue Treppenhausachse (Fenster erneuert)
  • in der rechten Achse
    • Wandpartie (teils Putz, teils originaler Backstein)
      • mit überwiegend originaler Gliederung
      • überwiegend originalen Metallfenstern
        • im ursprünglichen Erdgeschoss mit segmentbogigem Abschluß
        • darunter später eingebautes Fenster mit geradlinigem Abschluss
        • in den Obergeschossen ebenfalls mit geradlinigem Abschluss
        • Fensteröffnungen teilweise verändert

 

Nordseite

  • backsteinsichtig
  • keine Öffnungen


Ostseite

  • backsteinsichtig

 

  • südöstlich
    •  eingezogene Ecke mit pultdachgedecktem, befenstertem Anbau
    • im ersten Obergeschoss
    •  WC-Fenster im zweiten Obergeschoss

 

Inneres

Im Innern original

  • im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss: Wandvorlagen zwischen den Fenstern an der hofzugewandten Seite (teilweise auch an der Nordseite).

 

 

Der im Süden von Köln gelegene Ortsteil Raderberg entwickelte sich zunächst vorwiegend entlang der Brühler Straße und der Raderberger Str. Zu einer dichteren Besiedlung kam es schon im 19. Jahrhundert u. a. an der städtebaulich markanten Gabelung der nach Süden gerichteten Ausfallstraßen Bonner Str. und Brühler Straße.

Die Brühler Straße zeichnet sich heute durch ein verhältnismäßig inhomogenes Erscheinungsbild mit Bauten unterschiedlichen Alters aus. Das von der Straße etwas zurückversetzte und nur durch einen eigenen Zufahrtsweg zu erreichende ehemalige Fabrikgebäude Brühler Str. 11 - 13 gehört zu der oben erwähnten Gründerzeitbebauung des späten 19. Jahrhunderts.

Es dokumentiert mit seiner schlichten Architektur, trotz Veränderungen im Inneren und Äußeren, einen Teil der Erstbebauung an der Brühler Straße. Das Gebäude, das um die Jahrhundertwende als Kupferschmiede genutzt wurde (Eigentümer 1904: Hermann Weskott), belegt die mit Gewerbebetrieben durchsetzte Siedlungsstruktur des Ortes Raderberg und ist daher erhaltenswert.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen und für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse ist als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 0084


Das Denkmal hat die Nummer 7286 und ist seit dem 9. Dezember 1994 geschützt.

Denkmal <Fabrikgebäude> bearbeiten
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