Trinkhalle und Wartehalle

Höninger Platz, 50969 Köln - Zollstock
Errichtet: 1950


 

Architekt:  Walter Salz (1912-1984)

  • Stahlskelettbau
  • im unteren Bereich etwa hüfthoch mit Werkstein verkleidet und verputzt
  • oberer Bereich umlaufend vollständig verglast mit Sprossengliederung
  • unterer Teil der Verglasung im Warteraumbereich mit Mattglas
  • auskragendes Flachdach
  • originale Rolläden und Markisen im Kioskbereich
  • Sitzbänke im Warteraum nicht mehr vorhanden
  • hölzerne Wandverkleidung im Warterauminnenbereich neu
  • ursprünglich nicht vorgesehene eiserne Schiebetür in Anlehnung an vorhandene Gliederung später eingebaut

 

Nicht Bestandteil des Denkmals sind die Reklameflächen.

 

Die 50er Jahre, die erste Wiederaufbauphase nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges, geraten als inzwischen abgeschlossene Bauepoche immer mehr in das Interesse der Allgemeinheit. Aus dieser Zeit verfügt Köln über eine Anzahl Bauten von hoher baukünstlerischer Qualität, von den Architekten oft im Sinne eines "Gesamtkunstwerkes" durchgestaltet.

Das o. g. Objekt hat in diesem Zusammenhang aufgrund seiner ursprünglichen Funktion als Trink- und Wartehalle ("Büdchen")  am Höninger Platz eine besondere Bedeutung, da es nicht nur ein Beispiel für die bautechnisch außerordentlich funktional und elegant gelöste Bauaufgabe ist, sondern auch einen bereits in der Vorkriegszeit an annähernd gleichem Ort befindlichen hölzernen Bau gleicher Funktion ersetzt. Der mittlerweile als Zeitschriftenkiosk und Wartehalle der KVB genutzte Bau prägt aufgrund seiner o. g. Funktion und der eleganten Stahlkonstruktion den Höninger Platz, zumal er als Markierungspunkt der KVB-Endhaltestelle nicht nur Anlaufpunkt für Kioskkunden, sondern auch für Besucher des gegenüberliegenden Südfriedhofs ist. So stellt das o. g. Objekt sowohl einen Treffpunkt für die Anwohner und Besucher des Südfriedhofs dar, als auch ein markantes Beispiel der in Köln ins Stadtbild gehörenden Bauaufgabe des freistehenden Kioskgebäudes.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 4773


Das Denkmal hat die Nummer 7272 und ist seit dem 9. Dezember 1994 geschützt.

Denkmal <Trinkhalle und Wartehalle> bearbeiten
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