ehem. Bahnhof

Stammheimer Ring 88, 51061 Köln - Stammheim
Errichtet: um 1898


  • zwei Geschosse, Satteldach
  • drei Achsen (Westseite)
  • Putzfassaden mit Stuckgliederungen
  • Stil: Neo Renaissance

 

Fassaden/Aufbau

  • ehemals freistehender Bau auf nahezu quadratischem Grundriss
  • auf der Nord- und Ostseite ein- bis mehrgeschossig umbaut
  • Hauseingang in linker Achse
  • Fenster erneuert
  • auf der Südseite neue Kelleraußentreppe


Inneres

Im Inneren völlig verändert

  • Einbau eines neuen Treppenhauses
  • Einbau eines Aufzugs
  • Nutzung nur zur Erschließung der Obergeschosses im angrenzenden Neubau (Zugang vom Obergeschoss auf der Nordseite).

 

 

Das 959 erstmals urkundlich erwähnte Stammheim, das im Mittelalter zur Grafschaft bzw. dem Herzogtum Berg gehörte, kam im 19. Jahrhundert zur Bürgermeisterei Merheim und wurde 1914 nach Köln eingemeindet. Das alte Dorf Stammheim, am Steilufer des Rheins auf einem natürlichen Geländerücken hochwasserfrei gelegen, bewahrte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts seinen ländlichen Charakter.

In Folge der Niederlassung chemischer Fabriken im heutigen Leverkusen erlebte auch Stammheim, ähnlich wie das nördlich gelegene Flittard, mit dem es stets eng verbunden war, eine gründerzeitliche Ausbauphase um die Jahrhundertwende. Es erhielt Anbindung an die von Mülheim ausgehende Bayer-Kleinbahn, die 1898 für den Personen- und Güterverkehr freigegeben wurde.

Das Bahnhofsgebäude ist entsprechend der auf die lokale Bedeutung beschränkten Bahnstrecke zwar unter Verwendung repräsentativer Einzelformen gestaltet, diente jedoch gleichzeitig als Wohnhaus und verrät diesen schlichten Charakter auch deutlich, besonders hinsichtlich der straßenseitigen Westfassade.

Noch heute bezeichnet das inzwischen umgenutzte Gebäude die ursprüngliche Situation am Rande des Ortes, wo an einer durch ein Wegekreuz markierten Gabelung die in den Ort führende Gisbertstr. vom alten Flurweg des Stammheimer Rings abzweigt. Trotz der neuen, dem Maßstab des ehemaligen Bahnhofs nicht gerecht werdenden unmittelbar anschließenden hohen Bebauung und der völligen Veränderung des Inneren ist das in seinen Umfassungsmauern im wesentlichen in ursprünglicher Fassadengestaltung erhaltene Gebäude ein unverzichtbares Denkmal für die Stammheimer Ortsgeschichte.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 8296


Das Denkmal hat die Nummer 7246 und ist seit dem 28. Oktober 1994 geschützt.

Denkmal <ehem. Bahnhof> bearbeiten
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MonikaMarlene  sagt: "Bayerbahn Stammheim"

Hier hielt bis Anfang 1970er die Bayerbahn, mit der die Mitarbeiter aus der Siedlung Morgengraben zum Bayerwerk fuhren

Geschrieben: vor mehr als 6 Jahre