Wohnhaus

Agrippastr. 85, 50676 Köln - Altstadt-Süd
Errichtet: um 1960


Architekten: Herbert Neubert (?-?)

  •     Anton Gilles (?-?)

Eckhaus zum Agrippa-Bad

  • vier Geschosse
  • Putzfassaden

 

Fassade

  • Baukörper auf annähernd langrechteckigem Grundriß
  • zweiteilige Fassade
  • niedriges, zurückgesetztes Walmdach
  • Pyramidendach über Risalit
  • Putzfassaden mit farblich abgesetzten Sockelzonen und Fensterrahmungen (südliches Teilstück der Fassade zum Agrippa-Bad)

 

  • Fassade zum Agrippa-Bad (Ostseite)
  • sechs Achsen im südlichen Trakt 
  • zwei Achsen im nördlichen Trakt
  • Betonung der Ecke zur Agrippastraße durch Risalit mit Loggien (erstes bis drittes Obergeschoss , Brüstungen mit regelmäßigem Lochmuster (original)

 

  • Schmalseite zur Agrippastraße (Nordseite)
  • paarweise angeordnete, kleine Fenster (original) in äußerer, rechter Achse
  • Schmalseite zum Schulhof (Südseite)
  • Loggien in allen Geschossen
  • Fenster erneuert
  • Haustür original

 

Inneres

Im Inneren original

  • Kunststein-Bodenplatten
  • Metallstab-Treppengeländer (weiß)
  • schwarzer Mipolamhandlauf
  • Briefkästen, Wohnungstüren

 

Bestandteil des Denkmals ist der Vorgarten (Ostseite) mit Einfriedung (gelbgestrichenes Metallrohr, original)

 

Das Wohnhaus Agrippastr. 85 wurde in den 60er Jahren unseres Jahrhunderts in einem Altstadt-Karree errichtet, das nach dem Zweiten Weltkrieg überwiegend mit Infrastruktureinrichtungen bebaut wurde. Unter ihnen ist das öffentliche Schwimmbad ("Agrippabad") von besonderer Bedeutung, weil es, als Nachbarbau von Agrippastr. 85, von der Straßenflucht weit zurückspringt und einen Vorplatz bildet. Dieser baumbestandene Platz wird im Westen vor dem o. g. Objekt abgeriegelt. In dieser begrenzenden Funktion, die durch den nach Osten leicht vorspringenden "Eckrisalit" mit Pyramidendach unterstrichen wird, liegt die städtebauliche Bedeutung des o. g. Objekts.

Entsprechend seiner städtebaulichen Lage ist die dem Platz zugewandte Fassade reichhaltig befenstert. Die für Herbert Neubert (?-?) charakterische Fensterrahmung und die versetzte Anordnung der Treppenhausfenster sind wesentliche Gestaltungsmerkmale des südlichen Fassadenteils. Den nördlichen, vorgezogenen Teil, der den südlichen Baukörper von der Straße abschirmt, kennzeichnet seine plastische Ausbildung, die durch Loggien in drei Geschossen erhöht wird. Der Architekt verwendet hier das spitze, kleine Walmdach in Anlehnung an das typische "Kölner Dach" und verbindet so die qualitätvolle Nachkriegsarchitektur mit einem traditionalistischen Element.

Das Wohnhaus Agrippastr. 85 ist somit ein unverzichtbares, städtebauliches und architekturgeschichtliches Dokument der Neugestaltung der Kölner Altstadt (des Griechenmarktviertels) nach dem Zeiten Weltkrieg.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 0897


Das Denkmal hat die Nummer 7151 und ist seit dem 23. Juni 1994 geschützt.

Denkmal <Wohnhaus> bearbeiten
Zum Denkmalkatalog Kommentar zum Denkmal abgeben