Wasserburg Haus Haan

Zeisbuschweg 1, 51061 Köln - Höhenhaus
Errichtet: 1601, Herrenhaus / 18. und 19. Jahrhundert, Vorburg


Herrenhaus:

  • freistehend
  • zwei Geschosse
  • je fünf Achsen, außer drei Achsen an der Südostseite
  • Putzfassade mit Werksteingliederung
  • Mansarddach mit zwei abgewalmten Giebeln (1786 Renovierung)

 

  • erneuerte Sprossenfenster mit inneren Klappläden
  • zweiflügelige Eingangstüre mit Oberlicht (20er Jahre)
  • Kellertüre nach historischem Vorbild erneuert

 

Im Inneren erhalten:

Türe mit Oberlicht und originalen Beschlägen (Windfang)

  • in der Eingangshalle
  • Steinplatten
  • profilierte Holzvertäfelung
  • hölzerner Stützpfeiler
  • Decke mit Stuckgliederungen (alles 20er Jahre)
  • originale, barocke Holztreppe
  • eingelassene Steintreppe mit den Jahreszahlen der Erbauung und der Renovierung (ANNO D(OMI)NI MDCI, REN MDCCLXXXVI)
  • im Saal
  • Natursteinboden
  • Kamin
  • hölzerner Treppenabgang zum Keller
  • Holzbalkendecke (zum Teil erneuert)
  • im OG und DG
  • Hohlkehlendecken
  • teilweise Zimmertüren und Laibungen
  • originales Gebälk im DG teilweise sichtbar
  • Keller
  • hohes Ziegel- und Steingewölbe
  • zweigemauerte Brunnenanlage
  • Steintreppe. Stützmauer zu dem zweiseitig das Herrenhaus umgebenden Wassergraben in Bruchsteinmauerwerk
  • wieder hergestellte Bogenbrücke in Ziegelmauerwerk zwischen Herrenhaus und Vorburg.

 

Vorburg:hufeisenförmig dem Herrenhaus vorgelagert

  • ehemalige Stallgebäude und Scheune wieder hergestellt und in Wohngebäude umgestaltet
  • ein bis zwei Geschosse
  • Backsteinfassade
  • Satteldächer mit Schleppgauben; Dacherker
  • Wandöffnungen weitestgehend mit flachem Segmentbogen
  • Sprossenfenster, teilweise mit Schlagläden
  • Türen dem ländlichen Stil angepaßt

 

Inneres erneuert.

  • Im Hof Pflasterung, die ehemalige Dungstelle markierend
  • Zum Denkmal gehört auch der Wassergraben.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Ortsgeschichtlich bedeutend ist Haus Haan als einer der ältesten Siedlungskerne von Dünnwald. Am heutigen Standort ist bereits im Jahre 1230 ein Rittersitz nachgewiesen. Auf einen älteren Ursprung läßt schon die zweiteilige Anlage schließen, mit der auf einer erhöhten Insel gelegenen Hauptburg - dem Herrenhaus - und der hufeisenförmig angeordneten Vorburg, zu der die Wirtschaftsgebäude gehören.

Als in sich geschlossener, barocker Baukubus mit einer noch in Teilen vorhandenen Innenausstattung ist die Wasserburg "Haus Haan" im rechtsrheinischen Köln einzigartig. Es bestehen lediglich Ähnlichkeiten mit den barocken Stadthäusern Mülheims. Während letztere durch Kriegseinwirkungen teilweise zerstört waren, ist das Herrenhaus vollständig erhalten geblieben und stellt somit ein unverzichtbares Dokument der Barockarchitektur in Köln dar.

Referenz: 8422


Das Denkmal hat die Nummer 707 und ist seit dem 1. Juli 1980 geschützt.

Denkmal <Wasserburg Haus Haan> bearbeiten
Zum Denkmalkatalog Kommentar zum Denkmal abgeben