Wohnhaus

Peterstr. 9, 50676 Köln - Altstadt-Süd
Errichtet: 1956


Architekt:Karl Selg (1918-1981) Bonn

  • vier Geschosse
  • Putzfassade
  • flachgeneigtes Satteldach

 

Aufbau/Fassade

  • Erdgeschoss mit steinmetzmäßig bearbeitetem Sockel
  • um Tür herumgeführte Rahmung
  • im ersten bis dritten Obergeschoss Fenster in den äußeren Achsen
  • Brüstungsflächen
  • äußere Rahmungen
  • bandartige Stockwerkgesimse

                                           plastisch hervortretend und farblich (rostrot) abgesetzt

  • Fenster und Haustür erneuert

 

Rückseite

  • verputzt
  • 2 Loggien
  • leicht zurückliegende Brüstungsflächen
  • Fenster erneuert


Inneres

Im Inneren original

  • Terrazzoboden
  • Terrazzotreppe
  • weißes Stabgeländer
  • roter Mipolamhandlauf.

 

 

Das genannte Objekt befindet sich in der Kölner Altstadt im Griechenmarktviertel südlich des Neumarkt, das im Zweiten Weltkrieg zu 90 % zerstört worden ist. Das Griechenmarktviertel, ein vor dem Kriege dicht besiedeltes Wohn- und Gewerbegebiet, das schon zur Römerzeit bebaut war, ist ein bedeutendes Zeugnis für den Wiederaufbau eines innerstädtischen Wohnviertels.

Das Wohnhaus Peterstr. 9 dokumentiert zusammen mit seinem Nachbargebäude Peterstr. 11 sowie mit ähnlich gestalteten Wohnbauten in der Fleischmengergasse(z. B. Nr. 8 und 12) die Nachkriegsarchitektur. Die künstlerische Gestaltung der Fassade zeichnet sich durch eine klare Gliederung aus. Das jeweilige Erdgeschoß ist flächig ausgebildet. Die Obergeschosse zeigen plastisch vortretende und farblich akzentuierte sowie zurückliegende Flächen. Ihr Zusammenspiel belebt das Erscheinungsbild der Fassaden und weist die Wohnbauten als qualitätvolle, zu bewahrende Nachkriegsarchitektur aus.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

 

Referenz: 0945


Das Denkmal hat die Nummer 7008 und ist seit dem 18. Januar 1994 geschützt.

Denkmal <Wohnhaus> bearbeiten
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