Wohnhaus

Bonner Wall 98, 50677 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: um 1906


  • vier Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß
  • drei Achsen
  • Putzfassade mit Stuckgliederungen
  • Stil:Anklänge an den Jugendstil

 

Fassade

  • Betonung der Mittelachse durch Zierbalkone und hohen rundbogigen Giebel
  • Fassade horizontal gegliedert (Erdgeschoß und erstes Obergeschoß "bossiert")
  • Erdgeschoß verändert
  • Fenster und Haustür erneuert

 

Rückseite

  • verputzt
  • Fenster überwiegend erneuert

 

Inneres

Im Inneren original

  • Terrazzoboden
  • teilverflieste Wände
  • Stuckdecke
  • Terrazzotreppe mit schmiedeeisernem Geländer (schwarzer Mipolamhandlauf)
  • Wohnungstüren.

 

Bestandteil des Denkmals ist der eingeschossige, flachgedeckte Backsteinanbau im Norden des Grundstücks.

 

Im Zuge der Stadterweiterung nach den Plänen von Hermann Josef Stübben (1845-1936) ab 1881 entstand im Süden der Kölner Neustadt, gegenüber dem Güterbahnhof Bonntor, am Rand eines ehemaligen Arbeiterquartiers, das Wohnhaus Bonner Wall 98. Der Anfang des 20. Jahrhunderts nur an der nördlichen Seite bebaute Bonner Wall ist Teil der neuen äußeren Wallstraße.

Das o. g. Objekt, zu dem auch der eingeschossige, zeittypische Anbau gehört, ist ein integraler Bestandteil dieses Straßenzuges. Es hat über den Zweiten Weltkrieg hinaus seine Maßstäblichkeit und baukünstlerische Gestaltung bewahrt und ist somit ein unverzichtbares Zeugnis der gründerzeitlichen Bebauung innerhalb des Ensembles Neustadt-Süd.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 2592


Das Denkmal hat die Nummer 7000 und ist seit dem 6. Dezember 1993 geschützt.

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