ehem. Hofanlage

Heckgasse 10, 50859 Köln - Widdersdorf
Errichtet: um 1890


ehemalig geschlossene Hofanlage bestehend aus

  • Herrenhaus
  • Nebengebäuden

 

Herrenhaus (giebelständig zur Straße)

  • zwei Geschosse
  • drei Achsen
  • Backsteinfassade mit Gliederungen (u. a. Zahnschnitt-Friese)

 

  • Öffnungen mit Stichbogen-Abschluß (zum Teil nach späterer Veränderung wieder in den alten Zustand zurückgeführt)
  • Blendfenster auf der Mittelachse
  • Fenster alle verändert

 

  • Eingangsseite
  • drei Achsen,
  • Hauseingang auf der Mittelachse
  • orig. Haustür
  • Rückfront
  • drei Achsen
  • Nebeneingang auf der Mittelachse
  • neuere Tür

 

Inneres

Im Inneren original erhalten:

  • Holztreppe mit
  • gedrechseltem Geländer
  • Antrittspfosten
  • Zimmertüren und Gewände

 

Nebengebäude

    an das Herrenhaus anschließendes Gebäude

  • ein Geschoss
  • Backsteinfassade
  • Türöffnung verändert

 

    Scheune

  • Fachwerk mit Backsteinausmauerung

 

    Anschließende Flügelbauten

  • ein Geschoss
  • Backsteinfassaden

 

Backsteinmauer zur Straße

 

Nicht Bestandteil des Denkmals ist der an der Innenseite der Backsteinmauer später angebaute eingeschossige Bau.

 

Der um 1080 erstmalig erwähnte Vorort Widdersdorf wurde erst im Jahre 1975 zu Köln eingemeindet. Noch heute läßt sich hier deutlich die Geschichtlichkeit eines Dorfes in der Umgebung von Köln nacherleben, seine seit dem Mittelalter überlieferte Bedeutung für Kirche und Adel als auch seine Sozialgeschichte.

Die in einem Nachfolgebau von 1745 inmitten des historischen Dorffriedhofes erhaltene Pfarrkirche bildet zusammen mit den fünf Großhöfen den mittelalterlichen und heute noch ablesbaren Ortskern des typischen "Haufendorfes" Widdersdorf.

Kirche, Friedhof und Pfarrhof sind der Mittelpunkt, um den sich, teilweise in engen Gassen liegend, die Höfe und andere Kleingehöfte gruppieren.

O. g. Objekt liegt an der Heckgasse, einer alten Gasse, die vom Dorfzentrum aus westlich verläuft. Es handelt sich um eine ehem. geschlossene Hofanlage fränkischen Typs mit

  • einem zweigeschossigen Wohnhaus
  • der großen Scheune
  • niedrigen Wirtschaftsflügeln

 

Auch wenn Teile der Anlage verändert worden sind, bildet das o. g. Objekt - auch im Ensemble mit der gegenüberliegenden Anlage, dem sog. Heckhof - einen Gebäudekomplex von hohem denkmalpflegerischem Stellenwert. Von Bedeutung ist die in einer lang tradierten Maßstäblichkeit und Materialtradition errichtete Anlage aber auch als Dokument der ländlichen Bebauung und Nutzung.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch wissenschaftliche, volkskundliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

 

Referenz: 4542


Das Denkmal hat die Nummer 6991 und ist seit dem 6. Dezember 1993 geschützt.

Denkmal <ehem. Hofanlage> bearbeiten
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