Wohnhaus

Markomannenstr. 6, 50679 Köln - Deutz
Errichtet: 1927/1928


 Architekt: Adam Lang (1888-1970)

  • Geschosszahl
  • linker Gebäudeteil: drei Geschosse, ausgebautes Dachgeschoss
  • rechter Gebäudeteil: vier Geschosse 
  • sechs Achsen
  • Putzfassade mit Sockel in werksteinähnlicher Ausführung und Stuckgliederungen

     (Portal- und Fensterrahmungen)

 

Fassade

  • linker Gebäudeteil in zurückspringender Fluchtlinie
  • Hauseingangsachse risalitartig gerundet vortretend im Eckbereich
  • rechts Garageneinfahrt
  • Haustür original
  • Fenster erneuert
  • Treppenhausfenster mit Bleiverglasung original

 

Rückseite:

  • Putzfassade
  • Fenster erneuert


Inneres

Im Innern original erhalten:

  • Eingangsbereich und Treppenhaus mit zweifarbigem Tonfliesenboden und halbhoher Wandverkleidung aus zweifarbigen Keramikfliesen (zum Teil erneuert)
  • Terrazzotreppe mit Holzgeländer
  • Deckenlampen
  • Wohnungsabschlußtüren (im EG erneuert)
  • Zimmertüren
  • Deckenstuck.

 

Die Beseitigung der preußischen Befestigungsanlagen in Deutz nach 1907 ermöglichte die Erweiterung dieses Stadtteils nach dem Vorbild der Kölner Neustadt, indem der bisherige Stadtkern durch eine breite Ringstraße umgeben wurde. Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Bebauung im Bereich östlich des Gotenrings planmäßig betrieben. Hier entstanden in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts zum Teil genossenschaftlich errichtete Wohnhausanlagen umfangreichen Ausmaßes.

Die Markomannenstraße liegt zentral inmitten dieser Blockbebauung des sog. "Germanenviertels" und läßt ihr städtebauliches Konzept als Alleestraße, die auf das Eduardus-Krankenhaus ausgerichtet ist, deutlich erkennen. Die dreigeschossigen Häuerzeilen der beiden Straßenseiten sind spiegelsymmetrisch mit mittlerem Fluchtlinienrücksprung entsprechend dem Rotdorn-Baumbestand aufeinander bezogen.

Die Wohnhausgruppe Nr. 2 - 18 ist integraler Bestandteil dieses Gebäudekomplexes. Sie wurde 1928 nach Plänen des Architekten Anton Schmitz (?-?) errichtet und zeigt für die Bauzeit charakteristische Gestaltungsmerkmale, die sich auf schlichte kubische Formen und sparsamen Einsatz linearer Gliederungselemente beschränken. In der gesamten Anlage äußert sich, besonders hinsichtlich des Innenausbaus, ein großzügiger Standard entsprechend den damaligen Prinzipien für zeitgemäßen Wohnungsbau. Kennzeichnend für die Nutzung durch Bevölkerungsschichten des gehobenen Mittelstandes ist das qualitätvolle, hohe Ausstattungsniveau, das in allen Häusern weitestgehend in gutem originalen Zustand erhalten ist. Die Gebäude Nr. 2 - 18 sind deshalb jedes für sich als Bestandteil des geschlossenen Ensembles Markomannenstraße unverzichtbare Objekte.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 1368


Das Denkmal hat die Nummer 6970 und ist seit dem 18. November 1993 geschützt.

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