Büro- und Geschäftshaus (DGB)

Hans-Böckler-Platz 9, 50672 Köln - Neustadt-Nord
Errichtet: um 1912


  • fünf Geschosse,fünftes Geschoss ausgebaut
  • Achsenzahl
  • drei Achsen zum Hans-Böckler-Platz
  • drei Achsen (rechtwinklig dazu) zum Hans-Böckler-Platz
  • drei Achsen zum Venloer Wall
  • Werksteinfassade
  • Stil: Neo Klassizismus

 

Fassade/Aufbau

  • winkelförmiger Grundriss
  • Walmdach
  • den Bau umlaufende Gesimse
  • vorkragendes Konsolgesims über dem zweiten Obergeschoss
  • Stockwerkgesims über dem  drittenObergeschoss (ehemaliges Dachgesims)
  • Fassaden bis zum Konsolgesims durch Kollossalpilaster gegliedert
  • an der Südwest-Fassade zwei Eingänge mit Reliefs
  • rechte Achse der Südost-Fassade mit leicht vorspringendem Erker im ersten und zweiten Obergeschoss
  • links des Erkers ist eine Säule mit stehender männlicher Figur eingestellt
  • Reliefs zum Thema "Arbeit" (zwei weitere Reliefs im dritten Obergeschoss)
  • Eingangstüren erneuert
  • Fenster erneuert
  • Fenstergitter im Erdgeschoss original

 

Rückseite

verputzt

Fenster erneuert

 

Zum Denkmal zugehörig

  • der rückwärtige flachgedeckte eingeschossige Anbau (an dessen Stelle ursprünglich ein größerer Versammlungssaal stand)
  • die das rückwärtige Grundstück im Norden, Süden und Westen einfassende verputzte Mauer
  • die Mauer des Vorgartens im Südosten

 

Inneres

Im Innern original

  • heizkörperverkleidendes Gitter im Eingangsbereich
  • Treppe ab dem ersten Obergeschoss
  • Holzgeländer
  • Holzhandlauf
  • Terrazzotreppenstufen mit Linoleum verkleidet.

 

 

Das o. g. Objekt befindet sich in der Kölner Neustadt, die als erste große Stadterweiterung Deutschlands in den Jahren 1881 bis Anfang des 20. Jahrhunderts nach den Planungen von Hermann Joseph Stübben (1845-1936)entstanden ist.

Das bebaute Karree Venloer Str., Peter-Dedenbach-Str., Franz-Hitze-Str. (Neustadt-Nord), Hans-Böckler-Platz/Venloer Wall wird im Nordwesten und Osten von Grünanlagen eingefaßt. Im Osten liegt der Stadtgarten und im Nordwesten grenzt die Bebauung an einen Teil des inneren Grüngürtels, der um 1881 als militärischer Rayon mit neuen Befestigungsanlagen versehen wurde. Die beiden Grünanlagen werden von Eisenbahntrassen durchschnitten, an denen 1889 der Westbahnhof am Venloer Wall eröffnet worden ist.

Der Hans-Böckler-Platz, dem Westbahnhof gegenüber, wurde nach 1910 von Carl Rehorst (1866-1914) angelegt. Rehorst plante eine durchgrünte Stadterweiterung mit baumbestandenen Straßen und Plätzen. Das Gebäude Hans-Böckler-Platz 9 dokumentiert die Erstbebauung des Platzes und bewahrt sein historisches Erscheinungsbild. Das Büro- und Geschäftshaus zeigt einen repräsentativen neoklassizistischen Stil. Kennzeichnend ist das ehemals mit einfachem Stabgeländer versehene Konsolgesims, das sich auf Kollossalpilaster stützt. Konsolgesims und die überwiegend glatten Kollossalpilaster sowie die tieferliegenden gegliederten Wandfelder gehören zu den dominanten, die Fassaden gestaltenden Elementen. Das Objekt ist trotz den Veränderungen der Nachkriegszeit ein unverzichtbares städtebauliches und baukünstlerisches Dokument.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 4460


Das Denkmal hat die Nummer 6881 und ist seit dem 20. August 1993 geschützt.

Denkmal <Büro- und Geschäftshaus (DGB)> bearbeiten
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