Hofanlage Scheuerhof

Grüner Kuhweg 21, Köln - Flittard
Errichtet: um 1850


geschlossene Hofanlage.

Herrenhaus:

  • zwei Geschosse
  • fünf Achsen
  • Backstein geschlämmt
  • Satteldach

 

  • Fensteröffnungen mit flachem Segmentbogen
  • Zweiflügelige Haustüre original
  • Fenster verändert
  • Klappläden im EG erneuert

 

Im Inneren original erhalten

  • Flur
  • ornamentierter Fliesenfußboden
  • Holztreppe mit Antrittspfosten und gedrechseltem Geländer

 

  • sogenannte "Kölner Decken" (verkleidet)
  • Kellergewölbe

 

Rückseite:

  • vier Achsen
  • Backstein geschlämmt
  • Fenster und Hoftüre verändert
  • Pumpe

 

Wirtschaftsgebäude:

  • Westflügel:
  • ein. zwei Geschosse
  • geschlämmtes Backsteingebäude mit Gliederungen
  • Satteldach
  • zwei Heueinzüge
  • Wandöffnungen weitestgehend mit Segmentbogen
  • korbbogenförmige Einfahrt zugemauert
  • Ankersplinte
  • Holztore und -türen (teilweise auch in Eisen)

 

Im Inneren original erhalten:

  • Holzbalkendecken
  • im Kuhstall gemauerte Kappendecken 
  • gußeiserne Stützen mit Trägerunterzug.

 

südlicher Gebäudeteil (ehemalige Milchküche und Leutehaus):

  • Originale Haustüre
  • Fenster verändert
  • Fenstervergitterungen

 

 Im Inneren original erhalten:

  • Holztreppe
  • Zimmertüren
  • Gewölbekeller.

 

Ostflügel:

  •  zwei Geschosse
  • geschlämmtes Backsteingebäude
  •  im nördlichen Bereich Fachwerk
  •  Satteldach, Toröffnungen mit Segmentbogen
  • Fensteröffnungen teilweise verändert
  • Holztore, Maueranker

 

Im Inneren original erhalten: Holzbalkendecken.

südlicher Gebäudeteil (ehemals Schweinestall, heute Wohnhaus):

  • Fensteröffnungen mit Stichbogen
  • Türe und Fenster erneuert
  • neue Gauben
  • Inneres erneuert.

 

ehemalige Scheune:

  • zwei Geschosse
  • seitlich an den Ostflügel anschließend
  • Wiederaufbau, heute teilweise Wohnhaus
  • Backstein geschlämmt 
  • Satteldach
  • Wandöffnungen mit Stichbogen
  • Fenster, Tor und Türe erneuert.

 

Verbindungstrakt zwischen Scheune und Ostflügel:

  • eingeschossig
  • Backstein geschlämmt
  • Pultdach
  • Fensteröffnungen mit Stichbogen.

 

nicht zum Denkmal gehören:

  • Pferdestall (1968) und Remise (1980) am Nordflügel
  • eingeschossiger Aufbau im Innenhof (1965)
  • Reithalle (1981)
  • ehemaliger Tiefstall zwischen Reithalle und Hofanlage

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Freistehend, umgeben von Wiesen, inmitten von Ackerland und Waldparzellen, liegt der Scheuerhof - auch Schürhoff genannt - zwischen den Grenzen von Flittard und Dünnwald im Kölner Norden. Er gehört zu den wenigen Beispielen von Einzelgehöften im Kölner Raum, die ihre ursprünglich isolierte Lage bis heute bewahren konnten und ist daher städtebaulich unverzichtbar. Obwohl heute verwaltungsmäßig dem Stadtteil Flittard zugehörig, war der Scheuerhof über viele Jahrhunderte Eigentum des Klosters Dünnwald und eng mit dessen Geschichte verbunden.

Ortsgeschichtlich bedeutsam ist der Scheuerhof auch als Nachfolgebau einer mittelalterlichen Hofanlage, die bereits 1281 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird und zu den ersten Siedlungsdenkmälern im Dünnwalder Gebiet gehörte. Der Name "Scheuren" taucht 1662 in einer der ersten Eintragungen der Kirchenbücher auf. Baukünstlerisch folgt der Scheurenhof dem Typ der vierseitigen Hofanlage im preußischen Klassizismus mit einer regelmäßigen Achsengliederung des Herrenhauses und einer zweiflügeligen, aufwendig profilierten Haustüre in dessen Mittelachse.

Referenz: 0514


Das Denkmal hat die Nummer 659 und ist seit dem 1. Juli 1980 geschützt.

Denkmal <Hofanlage Scheuerhof> bearbeiten
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