Wohn- und Geschäftshaus

Aachener Str. 38, 50674 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: 1885-90


  • vier Geschosse, rückwärtig seitlicher Anbau
  • drei Achsen
  • Putzfassade mit Stuckgliederungen
  • Stil: Neo Renaissance


Fassade

  • Erdgeschoss teilweise verändert
  • Fenster weitgehend original
  • Eingangsbereich weitgehend original mit
  • der Stufe
  • dem oben angebrachten schmiedeeisernen Gitter
  • dem darüberliegenden Oberlicht
  • den Vitrinen
  • der zurückliegenden Eingangstür

Rückseite und seitlicher Anbau

  • backsteinsichtig
  • Fenster teilweise original
  • Türen original

 

Inneres

Im Innern original erhalten

  • im Vestibül
  • Natursteintreppe mit einem Messinghandlauf
  • Holzvertäfelung der Wand zur halben Höhe (durchgehend bis in den rückwärtigen Flurbereich des Erdgeschosses)
  • Reste von Wand- und Deckenstuck
  • Stuck am Stützbogen

 

im Flur

  • schwarzweißer Natursteinfliesenboden im Erdgeschoss
  • Holztreppe mit
  • gedrechseltem Holzgeländer
  • Antrittspfosten
  • weitgehend Holzprofilleiste auf halber Wandhöhe
  • ein Waschbecken (eingefaßt in Fliesen)
  • einige Wohnungseingangstüren

 

  • in den Wohnungen
  • Reste von Deckenstuck
  • einige Zimmertüren

 

  • Bestandteil des Denkmals ist auch der rückwärtige kleine Garten mit der teilweise originalen Einfriedungsmauer.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die von Hermann Josef Stübben (1845-1936) geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend legt sie sich, mit der Ringstraße als Kernstück, halbkreisförmig um die Altstadt. Im Zuge ihrer Anlage ab 1881 entstand westlich der Ringstraße zwischen Gladbacher Str. und Zülpicher Str. das sogenannte "Westend", ein gutbürgerliches Wohnviertel mit vornehmen Mietshäusern von meist reicher Fassadengestaltung.

Die Aachener Straße, vor der Stadterweiterung alte Ausfallstraße nach Westen, wurde als lindenbestandene Alleestraße angelegt und ab 1885 bebaut.

Das Haus Nr. 38 ist integraler Bestandteil der in diesem Abschnitt der Aachener Straße weitgehend geschlossen erhaltenen Häuserzeile. Gleichzeitig bildet es mit seinen etwa zeitgleich entstandenen, fassadenähnlichen Nachbarhäusern (Nr. 30-36) ein Ensemble. Wie diese variiert es das für Köln typische Dreifensterhaus und weist bei der Fassadengestaltung eine besondere Betonung des ersten Obergeschosses als auf.

Diese Akzentuierung, u. a. durch Fensterverdachung mit Dreiecks- und Segmentgiebel, läßt erkennbar werden, daß sich hier einst das Hauptgeschoß des Hauses, die sogenannte Beletage mit den Repräsentationsräumen befand. Das o. g. Gebäude, das die Maßstäblichkeit sowie das ursprüngliche Erscheinungsbild an der Aachener Straße bewahrt, wird somit, auch im Hinblick hierauf, zum unverzichtbaren Dokument der Gründerzeitarchitektur.

Referenz: 0035


Das Denkmal hat die Nummer 6223 und ist seit dem 7. Oktober 1991 geschützt.

Denkmal <Wohn- und Geschäftshaus> bearbeiten
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