Wohnhaus

Franzstr. 19, 50931 Köln - Lindenthal

 

  • errichtet um 1911,

 

  • zwei Geschosse,
  • Sockel- und ausgebautes Dachgeschoß,
  • zwei Achsen,
  • rechte Achse mit Risalit,
  • rustizierter Sockel,
  • Putzfassade mit Werksteingliederung,
  • Mansarddach (schiefergedeckt) mit straßenseitigem Giebel und turmartigem Dachaufbau an der Hausecke;
  • originale Fenster.


Seitenfassade 

  • Risalit,
  • Hauseingang mit Treppe (orig. Geländer),
  • orig. Haustür,
  • neue Eingangsüberdachung.

 

Rückfront:

  • Risalit,
  • Erker,
  • Balkon (Geländer verändert)
  • Terrasse (Geländer verändert) mit Treppe (Geländer orig.)

 

Im Innern original erhalten:

  • Marmorboden im Vestibül;
  • Parkettboden,
  • Holztreppe mit geschnitztem Antrittspfosten,
  • Wandvertäfelung und Bleiverglasung im Flur bzw. Treppenhaus;

 

Wohnräume

  • Stuckdecken,
  • Parkettböden,
  • Wandvertäfelung,
  • Einbauten, Möbel und Türen in Eichenholz,
  • Wand- und Bodenfliesen, Brunnen

 

Küche und Toiletten im EG und auf den Etagen

  • Wand- und Bodenfliesen;
  • Heizkörper und Türen mit Beschlägen.

 

Bestandteil des Denkmals sind auch der rückwärtige Garten, der Vorgarten und die z. T. orig. Einfriedung.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Lindenthal wurde 1888 dem stadtkölnischen Gebiet eingemeindet. Der Vorort, der ab 1846 für Wohnbebauung erschlossen wurde, entwickelte sich aufgrund günstiger Bodenpreise und nur vereinzelt vorhandener Industriebetriebe zu einem der bevorzugten Wohngebiete für wohlhabende Kölner Bürger. Vor allem in der Umgebung der Grünanlagen erfolgte eine Wohnbebauung, die ihren Höhepunkt kurz nach der Jahrhundertwende hatte.

Das o. g. Objekt ist integraler Bestandteil der Franzstraße, einer Wohnstraße - ursprünglich mit gehobener Einfamilienhausbebauung im Teilbereich bis zum  Lindenthalgürtel-, die parallel zur Gleueler Str.  stadtauswärts verläuft.

Da der Vorort durch seine Lage in der Einflugschneise der Bomber im Zweiten Weltkrieg erheblich zerstört worden ist, gehört das Wohnhaus Franzstr. Nr. 19 - es bildet mit dem Nachbarhaus Nr. 17 ein Ensemble - zu den wenigen erhaltenen Bauten, die den ursprünglichen Charakter der historischen Wohnstraße dokumentieren.(siehe auch Franzstraße 29-31)

Auch als Zeugnis der Architekturentwicklung um 1910 ist das auch im Innern außergewöhnlich gut erhaltene Gebäude unbedingt erhaltenswert.

Referenz: 0856


Das Denkmal hat die Nummer 6187 und ist seit dem 26. August 1991 geschützt.

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