Wohn- und Geschäftshaus (ehem. Wohnhaus)

Florastr. 148, 50733 Köln - Nippes
Errichtet: um 1871


  • ein Geschoss, ausgebautes Dachgeschoss
  • drei Achsen
  • Backsteinbau mit später ergänzter Putzfassade mit Gliederungen

 

Fassade

  • Fenster weitgehend verändert
  • Haustür verändert
  • an der Giebelseite im Erdgeschoss rechts ein später eingebrochenes größeres Fenster (gehört ebenso wie die in neuerer Zeit ergänzte Tür zur Trinkhalle)

 

Inneres

Im Innern original erhalten bzw. erhaltenswert

  • Terrazzoboden
  • Holztreppe
  • Holzgeländer mit gedrechselten Stäben
  • Gewölbekeller mit Backsteinboden

 

Nicht zum Denkmal gehören:

  • die rückwärtigen eingeschossigen Anbauten
  • das zum Hauseingang bzw. Hof führende seitliche Tor.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die Florastraße ist wie ihre westliche Verlängerung, die Mauenheimer Str.l, aus einem alten Flurweg hervorgegangen, der die Mauenheimer Höfe mit Neusser Str. und Niehler Str. sowie mit Riehl und dem zur Mülheimer Rheinfähre führenden Weg, der späteren Riehler Str., verband.

Um 1888, als mit der Bürgermeisterei Longerich auch Nippes nach Köln hin eingemeindet wurde, dominierte hier die ländlich geprägte Bauweise, die in den darauffolgenden Jahren im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs und dem daraus resultierenden gesteigerten Bedarf an Wohnraum fast gänzlich durch Mietshäuser ersetzt wurde. Das o. g. Gebäude repräsentiert einen der letzten Reste dieser frühen Bebauung: eingeschossige, normalerweise backsteinsichtige, allenfalls mit geschlämmter Backsteinfassade ausgestattete Landarbeiterhäuschen mit Satteldach, wie sie beispielsweise in Bickendorf oder Bocklemünd auch heute noch vermehrt anzutreffen sind. Als Beispiel für die alte Dorfbebauung wird das Objekt daher trotz der im Lauf der Zeit vorgenommenen Veränderungen zu einem unverzichtbaren Dokument.

Referenz: 0444


Das Denkmal hat die Nummer 6140 und ist seit dem 5. August 1991 geschützt.

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