Wohn- und Geschäftshaus

Im Laach 3, 50676 Köln - Altstadt-Süd
Errichtet: 1969


 Architekt: Paul-Heinz Formella

  • sieben Geschosse
  • zurückgesetztes Dachgeschoss und Dachterrasse
  • Rasterfassade
  • Stahlbetonskelettbau mit zurückgesetztem Dachgeschoss und Dachterrasse,

 

  • Fassade
  • im Erdgeschoss mit Werksteinverkleidung
  • ab erstem Obergeschoss mit Klinker- und Keramikmosaikverkleidung
  • Balkone (Brüstung mit Keramikmosaikverkleidung)
  • Fenster und Haustür weitgehend original.

 

Rückseite: verputzt, Dachterrasse, Balkone, Fenster weitgehend verändert.

Im Inneren original erhalten

  • im Flur dunkler Terrazzofliesenboden
  • Stahlbetontreppe mit Metallgeländer und Mipolamhandlauf.

 

Nicht Bestandteil des Denkmals ist der 1-geschossige rückwärtige Anbau mit Flachdach.

Das o.g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die Hahnenstr. (Altstadt-Süd) ist der erste nach einem Gesamtkonzept erstellte Straßenzug Kölns nach dem zweiten Weltkrieg und eine der ganz wenigen in Deutschland einheitlich realisierten Geschäftsstraßen der Wiederaufbauphase überhaupt. Seit 1948 wurde sie nach Plänen von Wilhelm Riphahn (1889-1963) als stark durchgrünte und durchlüftete Straße mit nach vorne gelegenen 1- 1 ½ geschossigen Geschäfts- und Kulturpavillons und einer hinteren hochgezonten Randbebauung, unterteilt durch hohe Querbauten, neu gestaltet. Riphahns Entwurf des Gesamtkomplexes der Hahnenstraße ist gleichzeitig die Reduzierung der vorangegangenen NS-Stadtplanung, die hier eine breite Aufmarschstraße mit Monumentalbebauung vorsah.

Das o.g. Objekt ist teil der höheren Randbebauung entlang der Straßenzüge Im Laach, Marsilstein und Schaafenstr., die unter Wahrung einheitlicher Höhenlinien das räumliche Bezugssystem und die äußere Kontur der niedrigen Pavillonbauten an der Hahnenstraße bildet. Die äußere Gestaltung erfolgte in Abstimmung mit dem etwa zeitgleich entstandenen Nachbargebäude (Im Laach 5) desselben Architekten, mit dem das o.g. Objekt gleichsam eine optische Einheit bildet. Durch die Verblendung der Balkonbrüstungen mit farblich akzentuierten Keramikmosaik, die auch in der sonstigen Fassadengestaltung, abwechselnd mit einer Klinkerverblendung, ihre Fortsetzung findet, wird hier eine besonders graphische Wirkung erzielt.

Das o.g. Objekt wird somit auch als integraler Bestandteil des Gesamtkonzeptes „Hahnenstr. (Altstadt-Süd)“ zum unverzichtbaren Dokument.

Referenz: 0230


Das Denkmal hat die Nummer 5924 und ist seit dem 5. März 1991 geschützt.

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