Büro- und Geschäftshaus

Unter Fettenhennen 19, 50667 Köln - Altstadt-Nord weitere ...
Errichtet: 1955


Verkehrsamt

Architekt: Hans Joachim Lohmeyer  (1913-1980)  

  • 5 Geschosse
  • Rasterfassade. Innen weitgehend original.

 

 

Aufbau

Die 50er Jahre, die erste Wiederaufbauphase nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges, geraten als inzwischen abgeschlossene Bauepoche immer mehr in das Interesse der Allgemeinheit. Aus dieser Zeit verfügt Köln über eine Anzahl Bauten von hoher baukünstlerischer Qualität, von den Architekten oft im Sinne eines "Gesamtkunstwerkes" durchgestaltet.

Das og. Objekt, das Verkehrsamt der Stadt Köln, wurde 1955 nach Plänen des Architekten Hans Joachim Lohmeyer  (1913-1980)  realisiert und ist Bestandteil der nach dem Krieg neugestalteten Domumgebung. Direkt gegenüber der Westfassade des Doms setzt der Bau an der Ecke Unter Fettenhennen/Burgmauer einen markanten städtebaulichen Akzent. Gleichzeitig bildet das Verkehrsamt den architektonischen Abschluß des in den 50er Jahren einheitlich konzipierten Häuserblocks zwischen Burgmauer und Komödienstr., dem es vor allem in Kubatur und Geschoßhöhe entspricht.

Wichtigstes gestalterisches Merkmal ist dabei die rhythmische Gliederung der Natursteinfassade durch die bänderartige Reihung der Fenster.

Die Eingangssituation wird durch die seitlichen, schräg zulaufenden Stützen und den darüber befindlichen Erker besonders betont.

Darüber hinaus verfügt das og. Objekt noch heute über seine zeittypisch gestaltete Informationshalle. Hierbei ist besonders die dominante, geschwungene Treppenanlage hervorzuheben, wobei deren Zugang von einem, durch wellenförmig verlaufende Stufen erhöhten Raumbereich aus erfolgt. Das og. Gebäude wird somit, als besonders qualitätvolles Beispiel für die Architektur der 50er Jahre, zum unverzichtbaren Dokument.

Innen weitgehend original.

Das og. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.

Referenz: 1100


Das Denkmal hat die Nummer 5008 und ist seit dem 19. Mai 1989 geschützt.

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