Schule

Severinstr. 241, 50676 Köln - Altstadt-Süd
Errichtet: um 1957


Friedrich-Wilhelm-Gymnasium

Architekt: Ernst Nolte (1897-1973)

  • bis zu 4 Geschosse
  • mehrflügeliger, um zwei Höfe gruppierter Komplex  (Fassadenabwicklung auch an der Nord-Süd-Fahrt)
  • gelbe Klinkerfassaden


Aufbau

Die 50er Jahre, die erste Wiederaufbauphase nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges, geraten als inzwischen abgeschlossene Bauepoche immer mehr in das Interesse der Allgemeinheit. Aus dieser Zeit verfügt Köln über eine Anzahl Bauten von hoher baukünstlerischer Qualität, von den Architekten oft im Sinne eines "Gesamtkunstwerkes" durchgestaltet.

Bei einem 1952 ausgelobten Wettbewerb für die Neuplanung des völlig kriegszerstörten Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums an der Severinstraße erlangte der Kölner Architekt  Ernst Nolte (1897-1973) für seinen um 1957 realisierten Entwurf den 2. Preis. Der mehrflügelige, um zwei Höfe gruppierte Komplex schafft durch einen kraftvollen, ostwestlich orientierten Hauptbaukörper einen wirkungsvollen Abschluß des Waidmarktes zur Severinstraße hin. Gleichzeitig bildet an der Nord-Süd-Fahrt der Trakt der Normalklassen und der Turnhalle eine gelungene Fortsetzung der Gebäude des Polizeipräsidiums.

Das o. g. Gebäude, in dessen Planung auch das an der Severinstraße liegende alte Wachgebäude von 1840/41 einbezogen wurde, besticht durch seine klare, sachliche und ganz von Konstruktion und Funktion her entwickelte Architektur. Seine gelben Klinkerfassaden erhalten vor allem zur Severinstraße eine künstlerische Bereichung durch eine Bronzeplastik am vorgezogenen, auf Stützen ruhenden Baukörper. Das o. g. Objekt wird somit zum unverzichtbaren Beispiel für die Schularchitektur der 50er Jahre, die nach städtebaulich, architektonisch und pädagogisch optimalen Lösungen suchte.

Innen weitgehend original

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Referenz: 1053


Das Denkmal hat die Nummer 5006 und ist seit dem 19. Mai 1989 geschützt.

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