Fabrik

Ackerstr. 144, 51065 Köln - Buchheim
Errichtet: 1870/71


  • zwei Geschosse
  • vier Achsen plus vier Achsen(späterer Anbau)
  • Putzfassade mit wenigen Stuckgliederungen
  • Stil: Neo-Klassizismus

 

Das Wohn- und Geschäftshaus war ursprünglich gewerblicher Teil einer Brauerei, deren Besitzer die Villa Hahnenburg zur gleichen Zeit im gleichen Stil des preußischen Spätklassizismus erbaut hatte. Durch die wirtschaftlichen Folgen der Niederlage des ersten Weltkrieges ging die Brauerei 1919 bankrott. Der Vater des jetzigen Besitzers kaufte das Anwesen. Heute dient das o. g. Gebäude als Bürohaus der auf dem Grundstück residierenden Handelsfirma.

Hauptfassade

Die zu den Bahnanlagen hingerichtete Hauptfassade an der Ackerstraße besitzt einen zweiachsigen Mittelteil, der giebelständig über die traufständigen Seitenflügel des Gebäudes hinausragt. Die Stuckfassade wird im ersten Obergeschoss durch einen kräftigen Rundbogen gegliedert, der die beiden, ebenfalls mit Bogenabschlüssen versehenen Fenster des ersten Obergeschosses zusammenfasst.

Ursprünglich schloß sich an diesen leicht vorstehenden Teil nur jeweils eine Achse an, weitere vier Achsen wurden aber später im gleichen Stil bis zum backsteinsichtigen Lagerhaus zur linken angebaut. Ein gleiches Lagerhaus befindet sich auf der rechten Seite, so daß die Anlage ursprünglich im Grundriß wie ein Vierkanthof mit mittigem Herrenhaus konzipiert war.

Die rückwärtige Fassade ist backsteinsichtig, die Anbauten dort sind teils historisch, teilweise stammen sie aus den 60er Jahren.

Inneres

In dieser Zeit ist auch das Innere umgebaut und die nach hinten liegenden Fenster erneuert worden. In der Straßenansicht sind sowohl die originale dekorative Holztür wie auch die Holzfenster verblieben. Die ursprünglich in der Hauptachse liegende Treppe wurde entfernt. Die derzeit im Obergeschoß liegenden Wohnräume wurden ebenfalls umgebaut.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die Beziehung des o. g. Gebäudes zu der bedeutenden und für Köln unverzichtbaren Villa Hahnenburg ist noch heute stilistisch und in der Lage ablesbar. Leider ist die städtebauliche Situation des Ensembles, zu dem auch ein größerer Park gehört, durch die Nähe der Bahngleise gestört. als Gesamtanlage und Dokument frühindustriellen Bauens ist das o. g. Anwesen für Köln unverzichtbar.

Referenz: 0058


Das Denkmal hat die Nummer 4336 und ist seit dem 9. November 1987 geschützt.

Denkmal <Fabrik> bearbeiten
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