Wohn- und Geschäftshaus

Antwerpener Str. 50, 50672 Köln - Neustadt-Nord
Errichtet: um 1898


  • vier Geschosse, rückwärtiges Seitenhaus
  • drei Achsen
  • Stuckfassade
  • Stil: Neo Renaissance

 

 Fassade

Die Fassade wird gegliedert und strukturiert durch

  • gekröpfte profilierte Gurtgesimse
  • ein doppeltes Konsoltraufgesims
  • Fenstergesimsverdachungen (zum Teil mit Konsolen) in gerader, rundbogiger und Dreiecksform
  • profilierte, zum Teil ohrige Fensterrahmung

 

Die zweifenstrige rechte Außenachse wird gerahmt und betont durch lisenenartige Wandvorlagen mit geometrischen Putzfeldern. Drei originale Dachgauben sowie die vollständig erhaltene Fensterteilung mit Schnitzwerk (Kapitell) vervollkommnen die ästhetische Einheit der Fassade, die als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes verdeutlicht.

Inneres

Im Innern des Hauses sind an originalen Ausstattungsteilen noch erhalten:

  • ein ornamentierter Terrazzofußboden mit Mosaikkante
  • eine Holztreppe mit
  • gedrechseltem, umlaufenden Geländer
  • Antrittspfosten
  • vollständig erhaltene Wohnungstürabschlüsse mit Sichtfenster und Oberlicht
  • Wohnungstüren

 

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Ortsgeschichtlich bedeutend ist das Wohn- und Geschäftshaus, da es die Erstbebauung des weistlichen Gebietes des ehemaligen Rayongeländes nach der Niederlegung der Stadtmauern und damit die Entstehungsgeschiche der Neustadt dokumentiert. Diese Bebauung, die nach Plänen des Aachener Professors Karl Henrici (1842-1927) und des Kölner Stadtbaumeisters Hermann Josef Stübben (1845-1936) erstellten Erweiterungsplan von 1881 erfolgte, verlief um die Jahrhundertwende in mehreren Phasen.

Die Antwerpener Straße liegt im sogenannten Belgischen Viertel, einem damals für das aufstrebende Bürgertum charakteristischen Stadtbereich. Städtebaulich bedeutend ist das Objekt als Bestandteil eines historischen Gebäudeensembles mit den Häusern Nr. 52, 48, 46, 44. Mit den übrigen erhaltenen Bauwerken dieses Straßenabschnittes repräsentiert das Objet das ehemals geprägte anspruchsvolle Erscheinungsbild der Antwerpener Straße.

Referenz: 1922


Das Denkmal hat die Nummer 4249 und ist seit dem 11. August 1987 geschützt.

Denkmal <Wohn- und Geschäftshaus> bearbeiten
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