Wohnhaus

Feldgärtenstr. 92, 50735 Köln - Niehl
Errichtet: um 1890


  • drei Geschosse, Giebelgeschoss, hofwärtiges Seitenhaus
  • drei Achsen
  • Putzfassade mit Stuckgliederung
  • Stil: Jugendstil

 

Fassade

Im Typ gehört es in die Reihe des für Köln charakteristischen Dreifensterhauses mit L-förmigem Grundriß. Die Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Baukörpers Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau des Hauses. In der Baugestaltung vertritt es die vom Jugendstil beeinflußte Baurichtung in der Vorort-Architektur. Diese äußert sich vor allem an der Straßenfassade. Über dem kräftig rustizierten, nach oben mit Gesims abschließendem Erdgeschoß sind die mit Putzquaderung strukturierten Obergeschosse achsial gegliedert und durch breite gleichmäßig große Mauerpfeiler klar geordnet.

Die Symmetrie-Achse markiert ein mittig sitzender Dachgiebel. Ansatzstellen für den zumeist floralen Dekor sind

  • die Fensterbrüstungefelder
  • Mauerflächen in Giebel
  • die breite, protalartige Umrahmung des Eingangs
  • Keilsteine der Erdgeschoß-Fensterstürze tragen plastischen Schmuck

 

Inneres

Als originale Ausstattungsteile des Hauses sind vorhanden:

  • im Hausflur
  • zum Teil erhaltene Fenster
  • Terrazzoboden
  • Wand- und Deckenstuck
  • Terrazzotreppe mit
  • gedrechseltem Geländer
  • Antrittspfosten
  • Zwischenpfosten
  • Wohnungstüren
  • zum Teil Stuckdecken und Zimmertüren in den Wohnungen.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der Feldgärtenstraße als Zeichen der gegen Ende des 19. Jahrhunderts zunehmenden Verstädterung des alten Bauern- und Fischerdorfes Niehl. Städtebaulich steht das Haus in der platzartigen Erweiterung des Kreuzungsbereiches Feldgärtenstarße/Sebastianstr. In Verbindung mit den anderen historischen Objekten in diesem Straßenraum (Krankenhaus St. Agatha/Nr. 97 - 99 und Sebastianstr. 102, 108, 111) trägt das Haus dazu bei, die Spannweite der Bauentwicklung von Niehl zu veranschaulichen.

Referenz: 3642


Das Denkmal hat die Nummer 4102 und ist seit dem 7. April 1987 geschützt.

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