Wohnhaus

Nußbaumerstr. 42-44, 50823 Köln - Neuehrenfeld
Errichtet: um 1910 - 12


Teil einer Hausgruppe von drei Häusern

  • zwei Geschosse
  • Giebelgeschoss
  • zwei Achsen

 

Das Haus ist ein Zeugnis der Orts-, Siedlungs- und Baugeschichte in Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der Nußbaumer Straße in Neuehrenfeld.

Seine Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie dessen Dachaufbau. Seine architektonische Bedeutung gewinnt es aus seiner Eingliederung in eine aus 6 Einheiten bestehende Hausgruppe, die dem Architekten Rudolf Brovot zugeschrieben wird. Mit den Häusern Nr. 40, 42 und 46 bildet es eine spiegelbildlich angelegte Fassadenfront.

Die Hausgruppe wurde in den Formen des Heimatstiles errichtet, als Dekor dienen Stilelemente des Neuklassizismus (Eingangsgestaltung mit Wandsäulen). Als belebende Architekturglieder der Häuserreihe dienen Risalite mit rechteckigem oder halbkreisförmigen Grundrissen, Zwerchgiebel oder Dachhäuser mit Walmdach und Fußwalm. Variiert sind die Formen der Fensteröffnungen und der kannelierten Säulen am Hauseingang. Die gleichen Architekturglieder sind zumeist nebeneinander geordnet, so daß sich ein Großrahmen für jeweils zwei Häuser ergibt und somit der Eindruck der Schmalheit des einzelnen Hauses aufgehoben wird. Dieses Gestaltungsprinzip trifft auch auf das Haus Nr. 44 zu, das durch seinen Risalit mit Haus Nr. 42 und in der Hauseingangsachse mit den Häusern Nr. 38, 40, 42 und 46 übereinstimmt. Der übereinstimmende Dekor der Häuser Nr. 42 und 44 besteht im wesentlichen aus Gesimsen in Klotzfries und vegetabilischem Ornament sowie Medaillonaufsätzen in rechteckigen Fensterbrüstungsfeldern. Im Innern des Hauses ist an originalen Ausstattungsteilen noch erhalten: Marmorfußboden und -treppenstufen im Eigangsbereich, eine Holztreppe mit gedrechseltem Geländer nebst Antrittspfosten sowie Deckenstuck in einigen Zimmern.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Städtebaulich ergibt sich die Bedeutung des Hauses aus seiner Einbindung in die Hausgruppe.

Referenz: 6905


Das Denkmal hat die Nummer 4070 und ist seit dem 18. März 1987 geschützt.

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