Wohn- und Geschäftshaus

Bonner Str. 28, 50677 Köln - Neustadt-Süd
Errichtet: um 1890


Eckhaus zum Zugweg

  • vier Geschosse
  • vier Achsen zur Bonner Straße, zwei Eckachsen, vier Achsen zum Zugweg
  • Backsteinfassaden mit Stuckgliederung/Eckfasssade in Putz
  • Stil: Neo Renaissance

 

Fassaden

Seine Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe. Trotz einiger Veränderungen (Erdgeschoß, Dach) ist das Haus in Grund- und Aufriß sowie baukünstlerischer Gestaltung von Bedeutung. Die baukünstlerische Gestaltung kommt besonders an den Straßenfassaden zum Ausdruck. Das Haus besitz strengen axialen Aufbau, dessen Vertikalität in der durchgehenden Rahmung der Fenster im ersten und zweiten Obergeschoß verstärkt wird. Die Hausfronten werden symmetrisch geordnet durch

  • die Betonung der Fassadenmitte
  • größere Fensteröffnungen in Form von Kreuzfenstern.

 

Auffälliger Schmuck am Haus sind die umkränzten Wappen in den Fensterbrüstungsfeldern des zweiten Obergeschosses. Ein architektonisches Merkmal des Baues ist die breite zweigeschossige verputzte Hausecke, die mit Putzbänderung und Eckquaderung besonders hervorgehoben wird. Mit der Abschrägung der Hausecke ist die architektonische Einbindung des Gebäudes in die sternplatzförmige Erweiterung der Bonner Straße gegeben.

Seine bauliche Entsprechung findet es in den zeitgleichen Häusern Nr. 24 und 26, wodurch sich ein Platzensemble von seltener Übereinstimmung ergibt. In seiner Ecklage vermittelt das Haus zu den anschließenden historischen Bauten der Bonner Straße und als des Zugweges.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus ist ein Zeugnis der Orts-, Siedlungs- und Baugeschichte von Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der in der südlichen Kölner Neustadt liegenden Bonner Straße nach Festlegung der Fluchtlinienpläne in den Jahren 1883 und 1884. Die nach Plänen von Hermann Josef Stübben (1845-1936) 1881 begonnene Stadterweiterung gilt als die bedeutendste Stadterweiterung des 19. Jahrhunderts im Rheinland.

Referenz: 2567


Das Denkmal hat die Nummer 3723 und ist seit dem 8. September 1986 geschützt.

Denkmal <Wohn- und Geschäftshaus> bearbeiten
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