Wohnhaus

Balthasarstr. 12, 50670 Köln - Neustadt-Nord
Errichtet: um 1890


  • vier Geschosse
  • vier Achsen
  • Stuckfassade
  • Stil: Neo Renaissance

 

Fassade

Die Fassade wird gegliedert und strukturiert durch

  • Sockelgesims
  • Stockwerkgesims
  • Gurtgesims
  • Traufgesims (letzteres mit Fries)
  • ein rustiziertes Erdgeschoss
  • gerade Fensterrahmung
  • Konsolgesimsverdachung, die im ersten Obergeschoss noch mit in Voluten gerahmten weiblichen Kopfplastiken bekrönt ist.

 

Insofern weist sich das erste Obergeschoss als sogenannte Belétage aus.

Die historische Fensterteilung mit Schnitzwerk sowie die gedrechselte Haustür mit schmiedeeisernem Gitterwerk vor dem Sichtfenster vervollkommnet die ästhetische Einheit der Fassade, die als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes verdeutlicht.

Inneres

Im Innern des Hauses ist an originalen Ausstattungsteilen noch erhalten

  • inkrustierter Terrazzofußboden mit Mosaikkante
  • gedrechseltes umlaufendes Geländer mit Antrittspfosten (einfach)
  • zwei weibliche Masken als Eckreliefs
  • Wohnungstürabschlüsse mit Kassettenfüllungen (vollzählig)
  • Kellertür
  • Toilettentür.

 

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Von ortsgeschichtlicher Bedeutung ist das Wohnhaus, da es die Erstbebauung des nördlichen Gebietes des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann Josef Stübben (1845-1936) erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen der alten Stadtmauer und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmung entstehen. Städtebaulich bedeutend ist das Objekt als Bestandteil eines Gebäudeensembles mit den Häusern Nr. 8 und 10 sowie den gegenüberliegenden Bauwerken 11, 13 und 19, welches das ehemalige Erscheinungsbild der Balthasarstraße dokumentiert.

Referenz: 2142


Das Denkmal hat die Nummer 3722 und ist seit dem 8. September 1986 geschützt.

Denkmal <Wohnhaus> bearbeiten
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